Staatssekretärin Demirbüken-Wegner bei Gedenkveranstaltung für verfolgte Ärzte des städtischen Berliner Gesundheitswesens

Pressemitteilung vom 20.11.2013

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bildet auch auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik und im öffentlichen Gesundheitswesen ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. So wurden ab 1933 jüdische und politisch missliebige Ärztinnen und Ärzte aus dem staatlichen und kommunalen Gesundheitswesen entfernt, 1938 sogar ein Entzug der Approbation für alle jüdischen Mediziner ausgesprochen.

Schicksale von rund 450 Ärztinnen und Ärzte des städtischen Berliner Gesundheitswesens wurden nun im Rahmen eines Forschungsprojektes der Historischen Kommission zu Berlin e. V. recherchiert. Am kommenden Freitag werden Ergebnisse des Projekts im Rahmen einer Gedenkveranstaltung für verfolgte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Berliner Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen vorgestellt. An der Gedenkveranstaltung wird auch die Staatssekretärin für Gesundheit Emine Demirbüken-Wegner teilnehmen und ein Grußwort halten.

Angeregt wurde das Forschungsprojekt durch die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und durchgeführt von der Historischen Kommission zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Berlin und dem Institut für Geschichte der Medizin der Charité. Die Internet-Datenbank soll in den nächsten Tagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Zur Gedenkveranstaltung sind Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen.

Zeit:

Freitag, 22. November 2013

ab 17.30 Uhr

Ort:

Hörsaalruine im Berliner Medizinhistorischen Museum

Campus Charité Mitte

Virchowweg 16/17 in 10117 Berlin.