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Gesundheitsgefährdungen durch E-Zigaretten nicht ausgeschlossen – Senatsgesundheitsverwaltung rät zur Vorsicht

Pressemitteilung vom 20.12.2011

Der Verkauf von Elektronischen Zigaretten hat in letzter Zeit zugenommen, obgleich es für diese Präparate bisher keine Zulassung in Deutschland gibt und somit der Handel dieser Präparate verboten ist.

Als Elektronische Zigarette, Verdampfer oder E-Zigarette werden sie mit und ohne Nikotin in unzähligen Varianten hergestellt, vorwiegend in China. Angeboten werden sie im Internet, aber auch in einigen Berliner Läden. Die E-Zigaretten verbrennen keinen Tabak. Stattdessen wird eine Flüssigkeit vernebelt bzw. verdunstet. Aus diesem Grund sollen diese Zigaretten nach Meinung der Hersteller „gesünder“ sein als herkömmliche Tabakzigaretten.

Bislang gibt es aber keine verlässlichen Aussagen über die Inhaltsstoffe bzw. über mögliche Verunreinigungen der Lösungen und deren gesundheitliche Auswirkungen. Zudem es ist noch völlig unklar, wie sich die Inhalation der erzeugten Dämpfe langfristig auf die Gesundheit auswirkt. Darüber hinaus gibt es auch noch keine Untersuchungen über die Zusammensetzung der ausgeatmeten Luft, nachdem die Stoffe inhaliert worden sind. Damit bleibt auch die Frage über mögliche Gesundheitsgefährdungen anderer ungeklärt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Deutsche Krebsforschungszentrum warnen deswegen bereits seit 2008 vor den Gebrauch von E-Zigaretten, da eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Gesundheitsverwaltung mahnt zur Vorsicht: „Die nicht zugelassenen E-Zigaretten unterliegen keinen Qualitätskontrollen. Die Zusammensetzung der Lösungen, d.h. die Konzentration des Nervengiftes Nikotin und die Anteile weiterer Zusatzstoffe sind unbekannt. Man weiß also nie genau, was drin steckt und wie viel man davon aufnimmt bzw. in seine Umgebung abgibt. Ich rate dringend davon ab, E-Zigaretten zu konsumieren.“