DFG fördert neue Graduiertenkollegs an TU, FU und HU

Pressemitteilung vom 25.05.2016

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat jetzt offiziell bekannt gegeben, dass sie zwei weitere Graduiertenkollegs (GRK) mit drei beteiligten Hochschulen in Berlin fördern wird. Die Graduiertenkollegs sind wichtige Einrichtungen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Insbesondere erhalten Doktorandinnen und Doktoranden dort die Möglichkeit, auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Die Graduiertenkollegs werden zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert. Bundesweit wurden 18 neue Graduiertenkollegs in die Förderung aufgenommen.

Erfolgreich war zum einen das Graduiertenkolleg „Global Intellectual History – Transfers, Ideenzirkulation, Akteure (18.–20. Jahrhundert)“ mit der Freien Universität als Sprecherhochschule und der Humboldt-Universität als weitere antragstellende Hochschule. Es fragt nach den intellektuellen Reaktionen auf Verflechtungsprozesse, der Entstehung grenzüberschreitender Ansprüche und der Universalisierung von Ideen, aber auch nach Gegenbewegungen. In diesem Zusammenhang findet insbesondere die Rolle nicht westlicher Akteure Beachtung. Nicht zuletzt will das Kolleg zur Methodendiskussion im jüngeren Forschungsansatz der Globalgeschichte beitragen.

Die Technische Universität hat als Sprecherhochschule in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität den Antrag „Identität und Erbe“ erfolgreich einbringen können: Kollektive Identität(en) entstehen durch die behauptete Einheit von Staat, Geschichte, Volk, Kultur und Erbe. Das Graduiertenkolleg „Identität und Erbe“ betrachtet unterschiedliche Formen des Kulturerbes – wie Landschaften, Bau- und Kunstwerke – nicht mehr nur mit Blick auf ihre Materialität. Es erforscht sie auch aus soziologischer Sicht, das heißt als Ergebnis sozialer Zuschreibungen. Im Zentrum steht dabei die wechselseitige Beziehung von kulturellem Erbe und der Identität von Kulturen und Völkern.

Zusätzlich wurden zwei Fortsetzungsanträge bewilligt. Das Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ der Universität der Künste beschäftigt sich mit dem Wechselverhältnis von Wissensbeständen und künstlerischen Ausdrucksformen. Das Kolleg „Innovationsgesellschaft heute“ der Technischen Universität fragt nach den gesellschaftlichen Grundlagen und Bedingungen von Innovationen.

Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres: „Ich gratuliere den Berliner Hochschulen und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Der Erfolg der vier Graduiertenkollegs zeigt nicht nur die wissenschaftliche Qualität unserer Hochschulen, sondern belegt auch einmal mehr die gesellschaftspolitische Relevanz hiesiger Forschungen.“