Hochschulen erhalten 2016 über 900.000 Euro für Flüchtlingsprojekte

Pressemitteilung vom 11.01.2016

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft stellt den Berliner Hochschulen für das Jahr 2016 über 900.000 Euro für Projekte für Geflüchtete zur Verfügung, die ein Studium aufnehmen wollen. „Viele der nach Berlin Geflüchteten haben bereits in ihrem Heimatland studiert oder eine Hochschulzugangsberechtigung erworben. Wir wollen ihnen ermöglichen, in Berlin zu studieren“, so Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres.

Der größte Teil der Mittel (rund 530.000 Euro) wird für Maßnahmen verwendet, mit denen die Geflüchteten auf ein Studium vorbereitet werden oder mit denen vorhandene Lücken bei den Hochschulzugangsvoraussetzungen geschlossen werden können. Dazu zählen vor allem die Erweiterung der Angebote der Studienkollegs sowie Sprachkurse. Die Studienkollegs bieten spezielle Kurse für Flüchtlinge an, in denen ihnen die für ein Studium erforderlichen Kenntnisse vermittelt werden. Integriert in diese Kurse ist eine intensive Sprachausbildung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen zur Unterstützung eines erfolgreichen Studiums wie Brückenkurse, Beratungsangebote sowie Mentoringprogramme (rund 320.000).

„Mit dem jetzt aus Landesmitteln bewilligten Maßnahmenpaket liegt Berlin deutschlandweit mit vorn. Darüber hinaus werden wir generell die Gasthörergebühren für Geflüchtete übernehmen. Zudem haben wir bereits die Finanzierung weiterer Initiativen in Aussicht gestellt, so dass sich der Umfang der für das Jahr 2016 aus Landesmitteln zur Verfügung gestellten Mittel noch weiter erhöhen wird. Mein besonderer Dank gilt den Berliner Hochschulen, die so schnell Projekte für Geflüchtete auf die Beine gestellt haben“, so Scheeres.

Scheeres abschließend: „Wir wünschen uns jetzt, dass der Bund seine angekündigte Unterstützung für Flüchtlingsprojekte in die Tat umsetzt. Damit könnten die Berliner Hochschulen ihre Initiativen noch erweitern.“