Filmpremiere „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!“: Werbespot macht auf ungleiche Bezahlung aufmerksam

Pressemitteilung vom 22.02.2012

„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!“ lautet der Titel des einminütigen Spots, der heute, 22. Februar, in der Berliner Urania uraufgeführt wird und den bundesweiten Auftakt der Medienkampagne zum Equal Pay Day 2012 bildet. Der Spot wird ab heute auf der Videoplattform „YouTube“ unter dem Link http://www.youtube.com/bpwgermany zu finden sein sowie im „Berliner Fenster“ und im Warte-TV der Berliner Bürgerämter gezeigt werden. Bundesweit sind weitere Plattformen geplant.

Der Spot entstand durch finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und in Kooperation mit den Business and Professional Women (BPW) Germany und den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke. Der Kurzfilm soll zum Nachdenken anregen, wachrütteln und eine Diskussion in der Gesellschaft entfachen. Auf unterhaltsame Art wird darauf aufmerksam gemacht, dass es in Deutschland nach wie vor keine Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern gibt.

„Frauen sind ehrgeizig, leistungsfähig und streben Karrieren an“, betont Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen , „dennoch müssen sie mit massiven Wettbewerbsnachteilen auf dem Arbeitsmarkt rechnen.“ Frauen sind mit Stereotypen konfrontiert, die auf dem Arbeitsmarkt zu ihrem finanziellen Nachteil wirken. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist überwiegend ihr Problem und geht mit erheblichen Abschlägen beim Verdienst einher. Teilzeitarbeit gilt als Karrierekiller. In Führungspositionen gezahlte hohe Gehälter, Boni und Zulagen gehen vorwiegend an Männer – während Frauen mit mehr als zwei Dritteln die Gruppe der Menschen mit Niedriglöhnen in Deutschland anführen“, so Kolat weiter.

„Wir wollen mit dem Spot provozieren und eine Diskussion gerade auch in der jüngeren Generation anstoßen, der die Problematik der ungleichen Bezahlung oft noch nicht bewusst ist“, so Henrike von Platen, Präsidentin der Business and Professional Women (BPW) Germany. „Frauen verdienen durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Deutschland belegt damit im Ranking der Europäischen Union einen der hinteren Plätze!“ Diese Tatsache betont die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Berlins, Brigitte Kowas (LAG).

Filmdaten:

Idee und Akquise: Elke Ickert, BPW Club Berlin
Story, Konzept, Design: Petra Kloß, artepdesign Berlin
Produktion und Regie: Holger Niederberger, arabella media Berlin
Kamera: Anna Intemann
Licht: Tobias Lindner
Assistenz und Fotos: Katja Holbaum
Darsteller: Laura Becker Dehning, Paulina Lange, Behrend Yangues Hinrichs, Oliver Henning
Auftraggeber: Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. mit finanzieller Unterstützung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen sowie der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke

Kontakt:
Business and Professional Women (BPW) Germany,
Simone Denzler, Pressesprecherin, Tel.: 0172 / 619 24 35
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen,
Pressestelle, Tel.: 030 / 90 28 – 27 43
Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Berlins (LAG),
Brigitte Kowas, Sprecherin, Tel.: 030 / 9 02 94 23 09