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Runder Tisch

Der Runde Tisch soll die Grundlagen für die Einrichtung eines würdigen Gedenk- und Erinnerungsortes schaffen. Weitere Informationen

Runder Tisch für einen Gedenkort Roedeliusplatz

Leiter des Runden Tisches
Rainer E. Klemke
rainer.klemke@web.de

Der nächste Runde Tisch findet statt am:
5. August 2019, 16:30 Uhr

im Amtsgericht am Roedeliusplatz
Gerichtsaal, 2. Etage
Roedeliusplatz
10365 Berlin

Runder Tisch für einen Gedenkort Roedeliusplatzes

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) konstituierte am 11. März, 2019 im Rathaus Lichtenberg in einer öffentlichen Sitzung den Runden Tisch zur Geschichte des Roedeliusplatzes.

Der Runde Tisch soll nach dem Willen des Bezirksamtes Lichtenberg und der Bezirksverordnetenversammlung die Grundlagen für die Einrichtung eines würdigen Gedenk- und Erinnerungsortes schaffen. Der Platz war 1897 als neues Stadtzentrum der damaligen Stadt Lichtenberg unter anderem mit zentralen Funktionen als Standort von Kirche, Gemeindehaus, Amtsgericht, Gefängnis und später Finanzamt geplant beziehungsweise bebaut worden. Im Rahmen der aktuellen Planungen zur Neugestaltung des Stadtplatzes haben sich DDR-Aufarbeitungsinitiativen dafür eingesetzt, die Geschichte der dort angesiedelten Institutionen sichtbar zu machen und an deren Opfer zu erinnern. Die entsprechenden Einrichtungen befanden sich vor allem in der Zeit der sowjetischen Militäradministration nach 1945 am Roedeliusplatz, die dort auch ihre zentrale Militärgerichtsbarkeit hatte. Thematisiert werden soll aber auch die Nutzung der Einrichtungen am Platz durch den Apparat des Ministeriums für Staatssicherheit, als dessen Keimzelle und Postadresse das Finanzamt als Haus II diente.

Die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt haben beschlossen, einen Runden Tisch zu etablieren, um diese Geschichte aufzuarbeiten und einen Wettbewerb für eine angemessene dauerhafte Form des Gedenkens und Erinnerns am Roedeliusplatz vorzubereiten. Unter Leitung des ehemaligen Gedenkstättenreferatsleiters der Senatskulturverwaltung Rainer E. Klemke, der bereits den Runden Tisch und die Etablierung des Gedenk- und Erinnerungsortes Rummelsburg organisierte, wird nun seit dem März 2019 über die Geschichte der Einrichtungen am Roedeliusplatz sowie über die Einrichtung eines würdigen Gedenk- und Erinnerungsortes beraten.

Am Runden Tisch beteiligt sind die Vertreter*innen der am Roedeliusplatz angesiedelten Einrichtungen, der Bürger*innenbeiräte, des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen, der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und des Stasimuseums Haus 1 sowie Historiker, die sich speziell mit dieser Geschichte befassen, das Bürgerkomitee 1501 und Opfervertreter sowie der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg und des Fachbereiches Kunst und Kultur des Bezirksamtes.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst begrüßte diese Entwicklung: „Wir haben im Vorfeld einen Forschungsauftrag vergeben, der sich mit der Geschichte des Platzes beschäftigen sollte. Uns liegen nun zum Teil völlig neue Erkenntnisse vor, die wir im Zuge des Runden Tisches vorstellen werden. Für die Realisierung des Gendenkortes ist es uns gelungen, Mittel aus dem sogenannten Vermögen von Parteien und Massenorganisationen der DDR einzuwerben. Diese können wir meiner Meinung nach nun sehr zweckmäßig einsetzen“.

An dieser Stelle werden die Papiere und die Videomitschnitte der Sitzungen des Runden Tisches eingestellt, damit die Bürgerinnen und und Bürger – soweit sie nicht selbst an den Sitzungen teilnehmen – den Diskussionsprozess verfolgen und auch eigene Beiträge oder Erinnerungen als Zeitzeug*innen einbringen können. Diese schicken Sie bitte über das Formular unter Beteiligung