100% lokal: Speisekarte mit Ahornblättern und Krebsen aus Stadtgewässern

100% lokal: Speisekarte mit Ahornblättern und Krebsen aus Stadtgewässern

Aus Berliner Ahornblättern wird Alkohol, aus den eingewanderten Sumpfkrebsen im innerstädtischen Gewässer zaubern Köche einen Fond: In Berlin spitzen Küchenchefs und Lebensmittelhersteller den Trend zu regionalem Essen ungewöhnlich scharf zu - und zwar auf die Metropole als Herstellungsort.

Ein roter Sumpfkrebse

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Ein roter amerikanischer Sumpfkrebs sitzt auf einem Tisch.

Bisher versprach «regionale Produktion» meist, dass die Ware aus nahen Betrieben im ländlichen Umland stammt. Beim Gourmet-Treffen «Berlin Food Week» jedoch wird ein Menü serviert, bei dem alle Rohstoffe - außer Salz und Pfeffer - hauptstädtisch sein müssen. Motto: «Die Stadt isst sich auf». Damit pushen die Veranstalter eine Entwicklung, die die Lebensmittelexpertin Hanni Rützler in ihrem aktuellen «Food Report» als Schwerpunkt ausmacht: «Urban Food» heißt das internationale Stichwort. Grünen-Politikerin Renate Künast (63) lädt mit ein.
Rützler geht es nicht nur um Schrebergärten, Stadt-Imker und romantische Naturgefühle, sondern um Pilzfarmen «im Kühlschrank-Look», «Urban Gardening» und «Urban Farming» mit modernster Energietechnik auf Dächern oder über mehrere Stockwerke in Hochhäusern («Vertical Farming»). Ob in Shanghai, Wien oder an der Humboldt-Uni in Berlin, vielerorts werde geforscht und experimentiert. Bei der «Food Week» können zahlende Gäste den Trend geschmacklich vortesten.
Berlin Food Week
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In der Küche
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Oktober 2019