«Ridersday»: Essenszusteller demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen

«Ridersday»: Essenszusteller demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen

Nach dem Aus des Essenslieferdienst Deliveroo in Deutschland hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Fahrer der anderen Lieferdienste auch in Berlin zu einer Protestaktion aufgerufen.

Ein Fahrer von "Foodora" in Berlin

© dpa

Ein Fahrer von «Foodora», das zu «Delivery Hero» gehört.

Beim bundesweiten «Ridersday» wollen die Beschäftigten von Lieferando, Foodora und anderen Diensten am Donnerstagnachmittag für faire Arbeitsbedingungen in ihrer Branche demonstrieren. Auch in Berlin wurde dazu aufgerufen. Die NGG forderte die Arbeitgeber auf, sich zur betrieblichen Mitbestimmung bei den «Plattformanbietern» zu bekennen.

Takeaway.com ist Platzhirsch am deutschen Markt

Der deutsche Markt der Essenlieferdienste wird nach dem Rückzug von Deliveroo von Takeaway.com aus den Niederlanden dominiert. Takeaway betreibt den Dienst Lieferando und hat im Frühjahr auch das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero übernommen. Damit gehören zu der Gruppe neben Lieferheld auch Pizza.de und Foodora.

«Ridersday» wirbt für bessere Bezahlung der Essenskuriere

Die NGG warnte zum «Ridersday» vor einer raschen Abwicklung von Foodora und Jobverlusten. «Die Beschäftigten verdienen Respekt, eine echte Kompensation für selbst eingebrachte Arbeitsmittel und einen Stundenlohn, der zum Leben reicht», erklärte Christoph Schink, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der NGG. Nach seinen Angaben verdient ein Großteil der Fahrer lediglich den Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde. Erfahrene Kuriere bringen es auf einen Stundenlohn von rund zehn Euro.
Der «Ridersday» in Berlin startet um 16 Uhr am Hotel Aquino in Mitte (Hannoversche Straße 5). Von dort ziehen die Fahrer, die in Arbeitskleidung demonstrieren, zum Hauptsitz von Lieferando in der Nähe des Ostbahnhofs.
Brechts
© Anna Blancke, Tip Verlag GmbH & Co. KG

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 22. August 2019