Berlin.de Navigation öffnen / schließen
Imagebild der Kampagne mit sechs Jugendlichen

In der Ausbildung lernen Sie den Ablauf des gerichtlichen Verfahrens kennen, etwa wie man Ladungen zu einem Gerichtstermin vornimmt oder Akten führt, wie Kosten und Fristen berechnet werden, was man bei den verschiedenen Sachgebieten wie beispielsweise Ehe- und Familiensachen, Strafsachen oder in der Zwangsvollstreckung beachten muss und natürlich auch, wie Informations- und Kommunikationstechnologien in der Arbeitsorganisation sinnvoll eingesetzt werden.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Diese Ausbildungsdauer ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bundesweit einheitlich geregelt. Unter bestimmten Voraussetzungen und bei besonderen Leistungen kann Ihre Ausbildungszeit jedoch auf zweieinhalb bzw. zwei Jahre verkürzt werden.

Sie interessieren sich für eine Verkürzung der Ausbildung?

Ausbildungsort ist ein Gericht oder die Staatsanwaltschaft. Parallel zur praktischen Ausbildung sind Sie an zwei Tagen pro Woche in der Berufsschule, der Hans-Litten-Schule. Dort lernen Sie unter anderem etwas über Arbeits- und Büroorganisation, Textverarbeitung und Textgestaltung am Computer oder erfahren, wie Recht angewandt wird und was man beim Datenschutz beachten muss.

In der praktischen Ausbildung durchlaufen Sie nahezu alle Fachabteilungen eines Gerichts. Sie beschäftigen sich dort mit Fällen wie Erbstreitigkeiten, Familiensachen, Strafverfahren oder Zwangsvollstreckungen, aber auch mit Register- oder Verwaltungssachen. Im Verlauf der praktischen Ausbildung bei der Staatsanwaltschaft sind Sie mit den unterschiedlichsten Ermittlungsverfahren und den nach der Verurteilung anstehenden Strafvollstreckungsverfahren befasst.

Während der Ausbildung in den Praxisstationen nehmen Sie an einem berufsbegleitenden Unterricht teil. Er findet nicht in der Berufsschule, sondern vor Ort in den Schulungsräumen der Justiz statt. Dort lernen Sie alles, was Sie später in der praktischen Ausübung des Berufs wissen müssen.

Die ersten drei Monate der Ausbildungszeit gelten als Probezeit.

Prüfungen

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit findet eine Zwischenprüfung statt, um Ihren Ausbildungsstand zu ermitteln. Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung, die die Inhalte der praktischen Ausbildung und den Lehrstoff des Berufsschulunterrichts umfasst.

Sie interessieren sich für eine Verkürzung der Ausbildung?

Dies kommt in Betracht,

a) gemäß § 8 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG): Sie bringen z.B. bereits einschlägige berufliche Vorkenntnisse mit? Oder Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung nach der „Verordnung über die Berufsausbildungen zum Rechtsanwaltsfachangestellten und zur Rechtsanwaltsfachangestellten, zum Notarfachangestellten und zur Notarfachangestellten, zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten sowie zum Patentanwaltsfachangestellten und zur Patentanwaltsfachangestellten“ (ReNoPat-Ausbildungsverordnung)?

Die Verkürzung beträgt in der Regel 12 Monate. Wir orientieren uns an der Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 27.06.2008 zur Abkürzung der Ausbildungszeit.

b) gemäß § 45 Berufsbildungsgesetz (BBiG): wenn Ihre Leistungen in der Ausbildung dies rechtfertigen und Sie bereits ca. 6 Monate vor Ablauf der Ausbildung zur Abschlussprüfung zugelassen werden möchten.

Sie haben noch Fragen? Sprechen Sie uns an! Gemeinsam können wir gern die Möglichkeiten und Optionen einer Verkürzung klären. | nach oben