WLAN-Projekt der Senatskanzlei – Free Wifi Berlin

Frau guckt auf Smartphone
Bild: Audible GmbH

Das von der Senatskanzlei ins Leben gerufene städtische WLAN-Netz Free Wifi Berlin verzeichnet aktuell über 2.000 Hotspots

Die zweite Ausbaustufe ging schneller voran als geplant, so dass im März 2019 bereits 1.400 neue Spots in Betrieb genommen werden konnten. Eingeplant waren bis zu diesem Zeitpunkt lediglich 1.000 Spots.

Das WLAN-Netz läuft weitgehend störungsfrei und wird mit 9,6 Mio. monatlichen Zugriffen sehr gut angenommen. Dies ist ein enormer Anstieg der Nutzerzahlen, die im Juni 2018 noch bei 5,1 Mio. und im März 2017 noch bei 2,8 Mio. lagen. Free Wifi Berlin wird täglich von Zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern der Stadt sowie den Tausenden Touristen aus aller Welt genutzt – und das kostenlos, unbegrenzt und ohne die Eingabe sensibler persönlicher Daten.

Die höchsten Nutzerzahlen verzeichnen die WLAN-Spots am Fernsehturm, am Brandenburger Tor sowie auf dem Tempelhofer Feld. Die Bandbreite der ausgestatteten Orte ist groß. Neben Touristenhotspots, wie dem Gendarmenmarkt (Vorplatz des Konzerthauses) wurden bewusst auch Orte ausgewählt, die primär von Berlinerinnen und Berlinern genutzt werden. Im Rahmen der 2. Ausbaustufe wurden etwa Grünanlagen (z.B. Gleisdreieckpark und die Gärten der Welt), die Staatsoper, Kfz-Zulassungsstellen, zahlreiche Gerichte, Bäder, Jugendclubs sowie Bürger- und Finanzämter mit WLAN ausgestattet.

Zusammen mit den vier Partnern der von der Senatskanzlei initiierten WLAN-Initiative (Freifunker, mabb, EKBO, BVG) bietet die Senatskanzlei nun über 5.000 kostenfreie WLAN-Spots im gesamten Stadtgebiet an, deren Standorte man über berlin.de einsehen kann.

Die Resonanz auf das WLAN-Projekt zeigt, dass eine Metropole von der Größe Berlins Bedarf an weiterem freien WLAN hat, so dass beabsichtigt ist, den WLAN-Ausbau fortzusetzen. Profitieren soll der gesamte Berliner Raum.

Eine Übersicht der Hotspot-Standorte ist hier abrufbar.

Freifunker

Nicht-kommerzielle Freifunk-Initiativen stellen öffentliches WLAN für jedermann kostenlos zur Verfügung. Sie ermöglichen Geflüchteten, Touristen und anderen den Zugang zum Internet. Die Grundidee des Freifunks basiert darauf, dass mehrere Nachbarn ihre WLAN-Router zusammenschließen und so ein lokales Netz mit Verbindung zum Internet schaffen, das von vielen anderen Usern im Sinne einer Grundversorgung mitgenutzt werden kann. Entwickelt wurde dieses Konzept u.a. in Berlin. Hier haben netzaffine Berliner und Berlinerinnen ihr Internet über Funk geteilt – eine einfache Idee, die auf Solidarität setzt. Mittlerweile unterhalten die Freifunker über 1000 öffentlich zugängliche WLAN-Spots in Berlin, u.a. im Technikmuseum oder auf der Museumsinsel. Freifunker setzen sich für eine offene, diskriminierungsfreie Kommunikation ein. Mit ihrer zeitgemäßen Form des gesellschaftlichen Engagements liefern sie einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Als Wiege des Freifunks unterstützt Berlin diese sozialen Projekte, etwa durch eine Bundesratsinitiative, die darauf abzielte, Freifunk als gemeinnützig einzustufen. Leider hat im Bundestag die Unionsfraktion einen Abschluss der Beratung zum Gesetzentwurf verhindert, mit dem Freifunk-Vereine künftig als gemeinnützig anerkannt werden sollten.