Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

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Querschnittsthemen mit anderen Bereichen

E-Government

Unter dem Stichwort E-Government werden Vorhaben und Projekte zusammengefasst, die zum Ziel haben, die elektronische Kommunikation mit der Verwaltung zu erleichtern.

Am 10.06.2016 ist das Gesetz zur Förderung des E-Government (E-Government-Gesetz Berlin – EGovG Bln) in Kraft getreten. Ziel ist vor allem die Modernisierung der Verwaltung, um Bürger(n)/innen und Wirtschaft benutzerfreundlichere, sicherere und auch schnellere Dienstleistungen anbieten zu können. Aufwendige Behördengänge sollen vermieden werden. Intern wird die IKT-Steuerung vereinheitlicht, um Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit zu steigern. Ab dem 01.01.2018 wird daher das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) zentraler Dienstleister für die IKT der Berliner Verwaltung sein.
Für die strategische Ausrichtung, Steuerung und Fortentwicklung von E-Government in Berlin ist die Senatsverwaltung für Inneres und Sport verantwortlich.

Open Data Portal der Stadt Berlin

Bereits seit dem Jahr 2011 – und damit als erste Stadt in Deutschland – werden in Berlin mit dem Open Data Portal Datensätze der öffentlichen Verwaltung zentral, strukturiert, maschinenlesbar und offen lizenziert bereitgestellt.
Zum einen erhöht dies die Transparenz der Verwaltung und unterstützt den Ausbau der digitalen Stadt. Zum anderen wird Unternehmen, Organisationen, Wissenschaftler(n)/innen und Bürger(n)/innen die Möglichkeit eröffnet, über einen zentralen Einstiegspunkt auf Daten und Informationen der Berliner Verwaltung zuzugreifen und diese weiterzuverwenden, so dass durch neue Ideen sowie Kombination und Analyse neue Erkenntnisse aus den vorhandenen Daten gewonnen werden können. Dies wiederum ermöglicht neue Geschäftsmodelle.
Die Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, die Verfügbarkeit öffentlicher Daten in Berlin weiter auszubauen.

Das Portal erreichen Sie unter hier

Medienkonvergenz / Plattformregulierung

Der Begriff Medienkonvergenz umschreibt das Zusammenwachsen bisher getrennter Medienbereiche im Zeitalter von Digitalisierung und Internet. Fernseher sind mit dem Internet vernetzt, Streaming-Dienste bieten jederzeitigen Film- und Serienkonsum über Tablet, Smartphone etc., Mediatheken halten klassische Fernsehsendungen zum Abruf bereit. Für diese konvergente Medienwelt wird eine moderne Medienregulierung notwendig.

Wichtig sind hierbei insbesondere die Fragen der Plattformregulierung. Die Plattformanbieter, die Rundfunkprogramme und Telemedien zu einem Gesamtangebot zusammenfassen und dieses dem Kunden zugänglich machen, können eine Gatekeeper-Funktion einnehmen, in dem sie darüber entscheiden, welche Programme und Angebote dort wie gefunden werden. Hierzu zählen z.B. Betreiber klassischer Kabelnetze aber auch Anbieter von Streaming-Diensten.
Notwendig ist daher eine zeitgemäße Plattformregulierung, die Zugangsoffenheit garantiert sowie die Meinungs- und Angebotsvielfalt sichert. Hierfür wird sich die Koalition einsetzen.

Die Rundfunkkommission der Länder hat gemeinsam mit dem Bund Fragen zur Medienkonvergenz, u.a. auch der Plattformregulierung, diskutiert und Vorschläge für eine der Medienkonvergenz angemessene Medienordnung entwickelt, s. Bericht der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz von Juni 2016. Zu diskutierende Kernpunkte für die Plattformregulierung sind die Grundsätze der Diskriminierungsfreiheit, Chancengleichheit, Nutzerautonomie und Transparenz im Zusammenhang mit den Fragen des Zugangs zu Plattformen und der Auffindbarkeit auf Plattformen.

Auf europäischer Ebene wird zum diesem Themengebiet aktuell die AVMD-Richtlinie (Audiovisuelle Mediendienste-Richtlinie) novelliert, KOM 287 final Weitere Informationen .

Jugendmedienschutz

Jugendschutz ist wichtig – dies gilt Offline wie auch Online. Aufgrund der schnellen technischen Entwicklungen und vieler neuer Angebote im Internet bedarf es jedoch insbesondere in der Online-Welt eines zeit-und praxisgerechten Schutzes der Kinder und Jugendlichen.

Die Regelungen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien (Rundfunk und Telemedien), die insbesondere deren Entwicklung oder Erziehung beeinträchtigen oder gefährden, finden sich im Jugendmedienschutzstaatsvertrag , der von den Ländern vereinbart wird. Zentrale Elemente sind z.B. Altersverifikationssysteme und Jugendschutzprogramme. Altersverifikationssysteme werden vom Inhalteanbieter vor den Zugang zu ihren Angeboten geschaltet. Jugendschutzprogramme dagegen können von Eltern nutzerautonom eingesetzt werden, sie lesen gekennzeichnete Inhalte aus und sorgen dafür, dass für die Altersstufe eines Kindes geeignete Angebote gezeigt und ungeeignete Inhalte blockiert werden.

Medienkompetenz

Ergänzend zu den rechtlichen Grundlagen ist es wichtig, die Medienkompetenz – schulisch wie außerschulisch – zu stärken. Die Vermittlung von Medienkompetenz im Schul-, Bildungs- und Weiterbildungssystem ist in einer digitalen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Keine technischen Schutzmaßnahmen können so effektiv sein wie der Schutz, der durch die Erlangung von Medienkompetenz hergestellt wird. Die Koalition erachtet den Umgang mit digitalen Medien als eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe. An einem „Runden Tisch Medienbildung“ unter Leitung des Senats sollen daher verschiedenste Akteure zum Austausch zusammengebracht werden. Die Verwendung digitaler Materialien im regulären Unterricht soll verstärkt und zeitgleich das Angebot zu Fortbildungen zum Umgang mit Mobbing und Datenmissbrauch erweitert werden.
Zudem soll der Einsatz freier, digitaler Lehr- und Lernmaterialien (OER – Open Educational Resources) für Unterricht und frühkindliche Bildung gefördert werden, eine zentrale Plattform für solche Materialien soll dies zukünftig unterstützen.

Weiterführende Informationen zu OER

Weitere Links:

  • Medienforum Online-Medien (MOM)

Auf dem Portal MOM Medienforum Online-Medien) gibt es die Möglichkeit, zahlreiche audiovisuelle Medien kostenlos für den Unterricht an Berliner Schulen über das Internet zu beziehen.

  • eGovernment@School

Das Berliner Projekt eGovernment@School verfolgt den Aufbau einer einheitlichen IT-Plattform, die sodann die Kommunikationsbeziehungen zwischen den Schulen, den Schulbehörden und der Öffentlichkeit unterstützen soll. Der Einsatz moderner Informationstechnik soll helfen, Bürokratie in der Schulorganisation zu reduzieren und damit mehr Zeit für pädagogische Arbeit zu schaffen.

Berlin erhält Zuschlag für Deutsches Internet Institut

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Gesellschaft aus? Wie können Menschen von der Digitalisierung profitieren? Wie müssen demokratische Institutionen auf die Digitalisierung reagieren? Das sind wichtige Fragen, die Wissenschaft und Gesellschaft weltweit umtreiben und denen sich demnächst das Deutsche Internet Institut in Berlin widmen soll. Das Berliner Konsortium besteht aus Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam, Fraunhofer-FOKUS und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Es setzte sich gegen Konkurrenz aus München, Bochum, Karlsruhe und Hannover durch. Der Standort Berlin, der sich durch leistungsstarke Hochschulen und eine lebendige Start-up Szene auszeichnet, ist gut geeignet, um die gewünschte Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe und Transfer in Gesellschaft, Wirtschaft und Praxis herzustellen. Das BMBF fördert das Institut in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro. Das Deutsche Internet-Institut ist das zweite große IT-Zentrum, das in Berlin gegründet wird. Bereits im April 2017 nahm das „Einstein Center Digital Future“ seine Arbeit auf, unter dessen Dach 50 neu geschaffene IT-Professorinnen und -Professoren forschen sollen. Während es Ziel des Deutschen Internet Instituts ist, die Digitalisierung besser zu verstehen und sie zum Wohle der Gesellschaft nutzbar zu machen, konzentriert sich das „Einstein Center Digital Future“ eher auf die technologischen Aspekte. Beide Einrichtungen sollen eng kooperieren. Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller: „Dieser Erfolg belegt eindrucksvoll, was wir durch institutionelle Kooperation und Nutzung von Synergien und eine klare Strategie des Landes gemeinsam erreichen können. Zusammen mit dem Einstein Center Digital Future bildet das deutsche Internet-Institut einen Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Berlin.“

Die Pressemitteilung vom 23.05.2017 ist hier abrufbar.