Städtepartnerschaft Prag

Prag
Bild: Stefan Bauer

Nach dem Fall der Berliner Mauer wurden ab 1992 Möglichkeiten der Zusammenarbeit der seit dem 10. September 1971 bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Ost-Berlin und Prag unter neuen Gesichtspunkten erörtert.

Mit der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung“ zur Zusammenarbeit zwischen Berlin und Prag durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin und den Primátor der Hauptstadt Prag am 10. Juni 1995 und der Einweihung des Comenius-Gartens in Berlin-Neukölln, dessen Schirmherren beide Stadtoberhäupter sind, wurde die Partnerschaft erneut begründet. An die Geschichte der Böhmischen Flüchtlinge, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Rixdorf (heute Neukölln) kamen, erinnern heute noch die Straßen des Böhmischen Dorfes, der damals eröffnete Comenius-Garten und das „Museum im Böhmischen Dorf“. Im Juni 2015 wurde das Böhmische Dorf nach einigen Renovierungsarbeiten zusammen mit der Stadt Prag und dem Bezirk Neukölln symbolisch neu eröffnet. Um diese „Wiedereröffnung“ herum fanden aus Anlass des 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft die Prager Tage in Berlin statt, die der Prager Magistrat ausrichtete. Hierzu gehörten u.a. Konzerte und innovative Theaterinszenierungen aus Prag. Im Oktober 2015 besuchte der Regierende Bürgermeister auf Einladung der Primátorin die Partnerstadt. Er beging gemeinsam mit dem deutschen Botschafter den Festakt in der deutschen Botschaft Prag, dem Palais Lobkowitz, aus Anlass des deutschen Nationalfeiertages, dem 25. Jubiläum der deutschen Einheit, und des Jubiläums der 20-jährigen Städtepartnerschaft Berlin-Prag. Außerdem eröffnete Müller mit seiner Prager Amtskollegin den Stadtdialog Berlin-Prag zu den Schwerpunkten Beteiligungsverfahren in der Stadtentwicklung, Smart City & Mobilität sowie Tourismus und nahm am Festakt anlässlich des 25. Jubiläums des Prager Goethe-Instituts teil.

Die Beziehungen zwischen Prag und Berlin sind lebendig und vielfältig. 2014/2015 gab es zahlreiche Expertenaustausche zu Fragen von Stadt- und Schulentwicklung, zur Gesundheits- und Verkehrspolitik. In Berlin bestehen sehr gute Beziehungen zur tschechischen Botschaft und zum Tschechischen Zentrum; bei vielen Kulturprojekten gibt es hier eine enge Zusammenarbeit. Ende 2014 luden die Senatskanzlei und das Tschechische Zentrum mehr als 50 Vertreter der Berliner Zivilgesellschaft zu einem deutsch-tschechischen Netzwerktreffen in das Berliner Rathaus ein, und neben dem Austausch über die eigene Arbeit standen gemeinsame Aktivitäten im Jubiläumsjahr im Mittelpunkt. Langjährige Partnerschaften bestehen sowohl zwischen Universitäten, Hoch- und Fachschulen wie auch zwischen Berliner und Prager Schulen.

Nicht zuletzt tragen auch die Kontakte der gewählten Parlamentarier und von zivilgesellschaftlichen Organisationen beider Städte zur Festigung der Beziehungen sowie zur Entstehung neuer Kooperationen bei.

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