Gedenken an 70. Jahre Ende der Luftbrücke

PIA, 12.05.2019

Mit einer feierlichen Zeremonie hat Berlin am Sonntag an die alliierte Luftbrücke und das Ende der sowjetischen Blockade vor 70 Jahren erinnert. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte bei der Gedenkveranstaltung vor dem ehemaligen Flughafen Tempelhof: „Die Luftbrücke zeigte den Menschen, dass sie nicht allein gelassen wurden.“

Im Juni 1948 hatte die Sowjetunion sämtliche Straßen, Bahnlinien und Wasserwege nach West-Berlin gesperrt. Fast ein Jahr lang versorgten Amerikaner, Briten und Franzosen sowie weitere Nationen die mehr als zwei Millionen Einwohner in der Westhälfte der geteilten Stadt aus der Luft. Mit fast 280.000 Flügen brachten die Alliierten mehr als zwei Millionen Tonnen Güter wie Kohle und Lebensmittel in die Stadt. Am 12. Mai 1949 beendete die Sowjetunion die Blockade.

Mit viel Applaus wurde der 98 Jahre alte US-Luftbrückenpilot Gail Halvorsen begrüßt. Er hatte damals im Landeanflug selbstgebastelte Taschentuch-Fallschirme mit Schokolade und Kaugummis für die Kinder abgeworfen. Die Flugzeuge für die Versorgungsflüge erhielten damals den Beinamen „Rosinenbomber“. Mit grüner Uniformjacke, umgehängten Orden und einer blauen Schirmmütze rief Halvorsen den Gästen bei der Gedenkveranstaltung zu: „Berlin ist meine zweite Heimat.“