Luftbrücken-Jubiläum: Britischer Thronfolger legte Kranz nieder

PIA, 07.05.2019

Besonders war der Kranz, den der britische Thronfolger anlässlich des Gedenkens an die Opfer der alliierten Luftbrücke 1948/49 beim Termin am Luftbrückendenkmal vorm ehemaligen Flughafen Tempelhof niedergelegt hatte: Der Kranz war mit der Maschine aus London mit nach Berlin gekommen, besteht aus Papierblumen, ist handgefertigt, und die roten Blüten sind Nachbildungen von Mohnblumen.

Diese stilisierten Blüten heißen im englischsprachigen Raum Poppies. Das Wort steht abkürzend für „Remembrance Poppy“, was soviel bedeutet wie „Erinnerungs-Mohnblume“. Diese Blüten sind Symbole des Erinnerns an die Todesopfer von Kriegen, und sie sind im Vereinigten Königreich im Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs üblich geworden. Ursprung dieser Tradition ist das Gedicht „In Flanders Fields“ des im Januar 1918 gefallenen Kanadiers John McCrae – die Blüten mit ihrem Rot erinnern an die vom Blut der Soldaten des Ersten Weltkrieges geröteten Felder Flanderns.

„In grateful remembrance Charles“ hatte der britische Thronfolger auf das Schildchen geschrieben, das oberhalb des blauen Bandes an dem vor dem Luftbrückendenkmal aufgestellten Kranz befestigt war. „In dankbarer Erinnerung“ bedeuten die Worte, die Charles als oberster britischer Militär geschrieben hatte.

I.I.K.K.H.H. Charles, Prinz von Wales, so heißt es protokollarisch, war mit seiner Ehefrau Camilla, Herzogin von Cornwall, vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und seiner Frau Claudia in Tempelhof empfangen worden.

Nach dem kurzen Termin des Gedenkens an die Opfer der Luftbrücke, allein die Royal Air Force hatte bei den Einsätze mehr als 40 Tote zu beklagen, fuhren die Gäste und der Regierende weiter zum prominenten Fototermin am Brandenburger Tor.

Unter diesem Link finden Sie das Video zum royalen Besuch in Berlin:
https://www.youtube.com/watch?v=f-pdhzL8gDk