Kondolenzbuch für Ehrenbürger Waleri F. Bykowski - Senatsmitglieder trugen sich als erste ein

PIA, 02.04.2019

Bis Freitag, 5. April 2019, können sich Bürgerinnen und Bürger im Berliner Rathaus (geöffnet 9 bis 18 Uhr) in das heute ausgelegte Kondolenzbuch für den verstorbenen Kosmonauten und Ehrenbürger von Berlin, Waleri Fjodorowitsch Bykowski, eintragen. Als erste trugen sich heute Senatorinnen und Senatoren der Berliner Landesregierung mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland, an der Spitze ein.

Unmittelbar nach dem Regierenden trug sich der Berliner Ehrenbürger Sigmund Jähn ein. Ihm war am 21. September 1978 gemeinsam mit Bykowski die Ehrenbürgerwürde verliehen worden. Der Verstorbene war 1978 Kommandant des Raumschiffs, mit dem Jähn als erster Deutscher in den Kosmos geflogen war.

Michael Müller hatte zum Ableben des Kosmonauten und Ehrenbürgers von Berlin erklärt: „Waleri Fjodorowitsch Bykowski war einer der Pioniere der Raumfahrt. Er hat zu der ersten Gruppe sowjetischer Piloten gehört, die 1960 für das Wostok-Programm ausgewählt wurden. Für Deutschland und für unsere Stadt spielte Bykowski deshalb eine ganz besondere Rolle, weil er 1978 auf seinem dritten und letzten Flug ins Weltall Kamerad des ersten Deutschen im Weltraum, Sigmund Jähn, gewesen ist. Beide haben sich auf ihrem Flug eine Woche in der Raumstation Saljut 6 aufgehalten, beide sind Freunde geworden und beiden ist gemeinsam die Ehrenbürgerwürde Berlins verliehen worden.“

Der Regierende weiter: „Berlin trauert um seinen Ehrenbürger und um einen mutigen Menschen, der zu den ersten gehört hat, die das Risiko und die Herausforderung auf sich genommen haben, die Tür in den Kosmos aufzustoßen. Unsere Gedanken sind bei Waleri Fjodorowitsch Bykowskis Angehörigen und bei der eng verbundenen Gemeinschaft der ehemaligen und aktiven Weltraumfahrer, die mit uns um einen der Ihren trauern.“

Bykowski war am 27. März in der Nähe von Moskau verstorben. Nach seinem Abschied als Kosmonaut und Ingenieur war Bykowski für wenige Jahre Direktor des Hauses der sowjetischen Wissenschaften und Kultur in Berlin. Seit 1990 war er im Ruhestand.