Sommertour Digitalisierung: Müller im Lautarchiv der Humboldt-Universität

Meldung vom 15.08.2018

Es ist eine weltweit einzigartige Sammlung von Stimmen, Sprachen und Dialekten. Das Lautarchiv der Humboldt-Universität bewahrt über 7500 Schellackplatten mit historisch wertvollen Tondokumenten auf. Herzstück sind Aufnahmen von Kriegsgefangenen aus aller Welt, die während des Ersten Weltkriegs in deutschen Lagern interniert waren. Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung Michael Müller hat das Archiv im Zuge seiner Sommertour besucht.

Auf einem anderen Tondokument ist die Rede des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert nach seiner Vereidigung vor der Weimarer Nationalversammlung 1919 zu hören. Es kratzt und rauscht, aber die Stimme ist klar zu verstehen, die die Grundprinzipien von „Freiheit, Recht und sozialer Wohlfahrt“ für die neue Republik beschwört. Müllers Kommentar: „Das könnte man heute nochmal so halten.“

Die Sammlung gilt als ein Beispiel für gelungene Digitalisierung. Die Bestände sind fast durchgehend mit den neuen technischen Möglichkeiten erfasst und damit für die Nachwelt aufgehoben. Die viel schwierigere Frage wird aber sein, wie man im Humboldt Forum, dem ambitionierten neuen Museumsquartier im wiederaufgebauten Berliner Schloss, mit dem sensiblen historischen Erbe umgeht.

Die Digitalisierung steht im Fokus der Sommertour 2018 des Regierenden Bürgermeisters und Wissenschaftssenators Michael Müller. Auf dem Programm stehen auch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und das Fraunhofer Leistungszentrum Digitale Vernetzung.

Den Videobericht der Sommertour „Digitalisierung im Fokus“ des Regierenden Bürgermeisters Müller finden Sie auf YouToube.

https://www.youtube.com/watch?v=jr0R1q1WFaw (https://www.youtube.com/watch?v=jr0R1q1WFaw)