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Michael Müller: „openBerlin ist ein klares Bekenntnis von Cisco zu Deutschland und Berlin“

Pia/dpa, 15.10.2015

Der Netzwerk-Spezialist Cisco will das Internet der Dinge voranbringen und hat dafür am Abend des 15. Oktober 2015 sein Innovationszentrum in Berlin eröffnet. In Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin wurde der neue Standort openBerlin eingeweiht. Michael Müller: „openBerlin ist ein klares Bekenntnis von Cisco zu Deutschland und Berlin.“ Vom Start an arbeiten dort 35 Start-ups und Partner an ersten Projekten zusammen. Zu den großen Partnern gehören unter anderem die Autozulieferer Bosch und Continental.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller zum Stellenwert der Investition in der deutschen Hauptstadt: „Die Entscheidung, eine so außergewöhnliche Einrichtung nach Berlin zu bringen, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, Berlin als führenden Hightech-Standort zu etablieren.“

In dem neuen Zentrum werden keine Verbraucherprodukte entwickelt, sondern der Schwerpunkt liegt nach den Worten von Bernd Heinrichs, Chef von openBerlin, auf Produktion, Logistik und Verkehr. In diesen Bereichen und im Maschinen- und Automobilbau sei Deutschland weltweit führend. Das Innovationszentrum solle eine offene Plattform für Partner, Start-ups und für universitäre Forscher bieten, um schneller als bisher neue Lösungen zu entwickeln. Was früher ein Jahr gedauert habe, solle nun innerhalb von Wochen oder Tagen geschehen.

Die neue Industrie funktioniere global, so Oliver Tuszik, Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Systems Deutschland. Sie entstehe jetzt. Innovationen kämen heute nicht mehr automatisch aus dem Silicon Valley. Tuszik: „Deutschland ist eines der Länder mit dem größten Potenzial, vom Internet of Things [Internet der Dinge] zu profitieren, dank der exzellent ausgebildeten Ingenieure, der nachhaltigen Innovationsstärke und der starken globalen Marktposition.“

Tuszik weiter: „Open bedeutet auch anders. Klassische Innovationszyklen reichen zeitlich nicht mehr aus.“ Die Entwicklung verbrauche jetzt auch viel weniger Kosten. Als Beispiel stellte Cisco das Berliner Start-up Azeti Networks vor, das in Kooperation mit anderen Teams eine Lösung entwickelt hat, mit der verteilte Infrastrukturen wie zum Beispiel die Basisstationen von Mobilfunkbetreibern über das Internet überwacht und kontrolliert werden können. Innerhalb von sechs Monaten habe das Team seine Lösung auf den Markt bringen können.

Das Gebäude von openBerlin auf dem EUREF-Campus sei selbst das intelligenteste Gebäude in Berlin und ein Vorzeigeobjekt für das Internet der Dinge, sagte Heinrich. Es arbeite komplett energieneutral. Die Inneneinrichtung besteht aus Second-Hand-Möbeln, allerdings wurden auch Designer zurate gezogen. Es ist mit mehr als 10.000 Sensoren ausgestattet, die Daten wie Beleuchtung, Stromverbrauch und Raumtemperatur erfassen. Heinrichs: „Es gibt im ganzen Haus keinen Lichtschalter und kein Telefon.“ Die Kommunikation erfolge über Videotelefonie. Cisco arbeitet dabei gemeinsam mit dem Chip-Hersteller Intel an einer Art Blaupause für die Gebäudevernetzung.

Warum gerade Berlin? Für diesen Standort hätten viele Faktoren gesprochen. Große Industrie-Partner aus dem Westen der Bundesrepublik hätten die Hauptstadt favorisiert, sagte Tuszik. Hier träfen sich Menschen und Fachleuten aus der ganzen Welt. Tuszik: „Und man muss wirklich niemanden überreden, nach Berlin zu ziehen.“

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