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Patenschiff: Neuer Rettungskreuzer heißt wieder «Berlin»

PIA/dpa, 09.10.2015

Normalerweise gibt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) den Namen von neuen Schiffen erst bei der Taufe bekannt. Bei dem für die Station im schleswig-holsteinischen Laboe geplanten Neubau, dessen Kiellegung in ein paar Wochen ist, machten die Seenotretter am Freitag eine Ausnahme. Der Kreuzer werde «Berlin» heißen und das gleichnamige, in die Jahre gekommene Schiff zum Jahreswechsel 2016/17 auf der Kieler Förde ablösen.

Die vorzeitige Namensbekanntgabe hat einen Grund: «Wir planen für das kommende Jahr eine Spendenaktion in der Region Berlin, für die wir uns möglichst breite Unterstützung der Bevölkerung wünschen», sagte der Vormann der jetzigen «Berlin», Michael Müller – und zwar beim Besuch seines Namensvetters und Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, der die DGzRS-Zentrale nach Abschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Bremen besuchte.

Der Regierende Bürgermeister: „Unser kleineres Berliner Patenschiff, der Seenotrettungskreuzer mit Namen ‚Berlin‘, ist ebenso wie der Einsatzgruppenversorger ‚Berlin‘ ein Botschafter unserer Stadt auf See. Viele Menschen verdanken diesem Schiff ihr Leben. Der Besatzung und ihrem Vormann gebührt Dank für ihre schwere Aufgabe, die viel Mut und Geschick erfordert. Ich freue mich, dass die deutsche Hauptstadt mit der Berlin-Münze, die in den neuen Rettungskreuzers eingeschweißt wird, ihre patenschaftliche Verbundenheit und ihren Respekt vor der Arbeit und für das bürgerschaftliche Engagement aller in der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zum Ausdruck bringen kann.“

Das Einschweißen einer Münze in ein neu zu bauendes Schiff entspricht der Grundsteinlegung beim Hausbau. Sie soll vor allem der Schiffsführung und Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen. Die Berlin-Münze ist geprägt von der Staatlichen Münze Berlin und zeigt das be-Berlin-Logo sowie die Aufschriften „Verliehen vom Regierenden Bürgermeister“ und „Offiziell ausgezeichneter Botschafter der Stadt Berlin“.

Der derzeitige Seenotrettungskreuzer „Berlin“ wurde in Bremen-Vegesack gebaut, 1985 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten, ehemaligen Regierenden Bürgermeisters und damaligen DGzRS-Schirmherren Richard von Weizsäcker in Dienst gestellt und ist in Laboe stationiert. Das Tochterboot heißt „Steppke“. Die DGzRS legt das Nachfolgeschiff derzeit auf Kiel. Die Ablieferung ist für den Jahreswechsel 2016/2017 vorgesehen.

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