Feststellung der außergewöhnlichen stadtpolitischen Bedeutung für den Bereich der „Neuen Mitte Tempelhof“

Pressemitteilung vom 25.09.2018

Aus der Sitzung des Senats am 25. September 2018:

Der Senat hat in der heutigen Sitzung die Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, über die Feststellung von Flächen im Kernbereich der „Neuen Mitte Tempelhof“ als Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung gemäß § 9 Absatz 1 Nummer 1 AGBauGB zur Kenntnis genommen. Mit seiner besonderen Mischung aus kulturellen und sozialen Funktionen rund um das Rathaus Tempelhof, den denkmalgeschützten Parks und dem historischen Ortskern „Alt-Tempelhof“ zeichnet sich das Zentrum Tempelhofs durch seinen urbanen und gleichzeitig grüngeprägten Charakter aus.

Der Bereich wird heute seiner zentralen Bedeutung und den Anforderungen der wachsenden Stadt aber nicht mehr gerecht. Als eines der vierzehn „Neuen Stadtquartiere“ soll das Gebiet in den nächsten zehn bis zwölf Jahren durch eine umfassende städtebauliche Neuordnung als Kultur- und Bürgerzentrum gestärkt und durch ein neues Wohnquartier zu einem insgesamt zukunftsfähigen Stadtquartier weiterentwickelt werden. Im Rahmen der städtebaulichen Neuordnung werden die öffentlichen Funktionen aufgrund der erheblichen Sanierungsbedarfe und der zusätzlichen Flächenanforderungen an Ersatzstandorte innerhalb des Gebiets verlagert. Damit kann auf landeseigenen Flächen ein Wohnquartier an der Götzstraße mit etwa 500 Wohnungen entstehen.

Für diese abgestimmten Fortentwicklungen sind geänderte planungsrechtliche Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen. Mit der Feststellung als Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in die Lage versetzt, Bebauungspläne aufzustellen und eine integrierte Gesamtentwicklung zu steuern und zu sichern.

Die Vorlage wird vor Beschlussfassung durch den Senat nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme vorgelegt.