Müller zum 13. August „Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wachhalten in Zeiten, in denen die Demokratie erneut gefährdet ist“

Pressemitteilung vom 12.08.2020

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt im Vorfeld der Gedenkveranstaltungen zum 59. Jahrestag des Mauerbaus: „Wir stehen gemeinsam in der Verantwortung, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wach zu halten und Freiheit und Demokratie zu schützen in Zeiten, in denen sie erneut gefährdet sind.“

Müller weiter: „Am 13. August gedenken wir der Opfer des DDR-Grenzregimes, aber auch all derer, denen in Bautzen, Hohenschönhausen oder an einem der anderen Orte des Schreckens Unrecht angetan wurde. Sie sind für den Ruf nach Freiheit mindestens eingesperrt worden. 1989 fiel endlich die Mauer und der Ruf wurde erhört. Was Unfreiheit bedeutet, haben die Berlinerinnen und Berliner direkt und unmittelbar durch die Teilung der Stadt 28 Jahre lang jeden Tag direkt erfahren. Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz.“

Weiter sagte der Regierende Bürgermeister: „Das hohe Gut der Freiheit, schwer erkämpft, muss heute wieder gegen neuen Nationalismus in unserem Land und in ganz Europa verteidigt werden. Wir gedenken deshalb der Opfer des DDR-Unrechtsregimes auch deshalb, weil sie zeigen, dass ein ‚Nein‘ zu Willkür, Unterdrückung und Diktatur nicht sinnlos ist. Ihr Erbe ist unsere Freiheit und unser Auftrag.“

Müller nimmt am Donnerstag an der Kranzniederlegung an der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer/Ackerstraße (13355 Berlin) im Anschluss an die Gedenkandacht in der Kapelle der Versöhnung um 10.00 Uhr teil. Um 11.00 Uhr legt er an der Peter-Fechter-Stele in der Zimmerstraße 26-27 (10969 Berlin) einen Kranz nieder. Beide Termine sind Bild-Termine (Hinweis: Für beide Termine war eine Anmeldung bis Dienstag, 11. August 2020, erforderlich).