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Planungen für den Spree- Rad- und Wanderweg vorangetrieben

Pressemitteilung vom 04.08.2020

Aus der Sitzung des Senats am 4. August 2020:

In seiner heutigen Sitzung hat der Senat auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den Bericht zum aktuellen Planungsstand des Spree- Rad- und Wanderwegs beschlossen.

Seit April 2018 ist die landeseigene Grün Berlin infraVelo GmbH (kurz: infraVelo) von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit der bezirksübergreifenden Projektsteuerung für den westlichen Abschnitt des Rad- und Wanderwegs an der Spree betraut. Ziel ist eine beschleunigte Planung und Umsetzung.

In den vergangenen Monaten sind eine Vielzahl von Planungsschritten vorangebracht worden: Die Arbeitsgruppe unter Leitung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, die sich mit der Planung der Radverkehrsinfrastruktur in Charlottenburg Nord befasst, hat die Abstimmungen mit den Projektbeteiligten zu weiteren möglichen Anschlüssen des Spree- Rad- und Wanderwegs im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Siemensbahn wiederaufgenommen.

Flächen im Bereich der Charlottenburger Schleuse, die sich gegenwärtig noch im Eigentum der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes befinden, sollen nach Abschluss der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Anlage einer Grünfläche mit einem uferbegleitenden Weg) an das Land Berlin übergeben werden. Hierfür bereitet das Wasserstraßenneubauamt Berlin mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf einen entsprechenden Kaufvertrag vor.

Drei von fünf Teilabschnitten des Spree- Rad- und Wanderwegs führen am Ufer entlang durch Grünzüge und Kleingartenanlagen. Die Planung dieser Abschnitte konnte weiter fortgeführt werden. Im Februar wurden die ersten Planungsansätze mehreren Verbänden vorgestellt und mit ihnen erörtert.

Die Planung der beiden Teilabschnitte mit verkehrs- und ingenieurplanerischem Schwerpunkt wie einem Brückenschlag über die Spree wird noch im Jahr 2020 europaweit ausgeschrieben. Geplant ist der Bau einer Brücke für den Fuß- und Radverkehr, die auf der Höhe des Grützmachergrabens vom Sophienwerderweg auf die nördliche Spreeseite führt.

Mit der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) wurden erste Gespräche zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke (A 100) geführt, der ab 2023/2024 geplant ist und den Spree-Rad- und Wanderweg überspannt.

Mit dem Bau erster Teilabschnitte des Spree- Rad- und Wanderwegs kann voraussichtlich Anfang 2022 begonnen werden. Hierbei handelt es sich um den Bereich von der Eisenbahnbrücke Jungfernheide bis zum Wiesendamm im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Für andere Abschnitte, insbesondere die neue Brücke für den Fuß- und Radverkehr auf Höhe des Grützmachergrabens, ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Daher ist in diesen Abschnitten mit einem Baubeginn nicht vor 2024 zu rechnen.