Müller zum 76. Jahrestag des Aufstands gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft vom 20. Juli 1944

Pressemitteilung vom 17.07.2020

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum 76. Jahrestag des Aufstands gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft am 20. Juli 1944 vorab:

„Das Engagement der Familien des 20. Juli und der vielen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Ereignisse ist und bleibt vor dem Hintergrund der Gefährdungen der freiheitlichen Demokratie von unschätzbarem Wert. Das muss in diesem Jahr deshalb besonders hervorgehoben werden, weil diese Menschen den Feierlichkeiten in Berlin nicht wie gewohnt beiwohnen können. Ihr Beitrag, besonders jungen Generationen mit dem persönlichen Zugang zu unserer Geschichte das Ausmaß des Unrechts des NS-Regimes vor Augen zu führen und damit Gedenken langfristig zu bewahren und zu stärken, ist gar nicht hoch genug zu schätzen.“

Müller weiter: „Erinnerung ist für unsere Demokratie, für Freiheit und Rechtsstaat eine Überlebensfrage. Denn unser freies, solidarisches Zusammenleben ist nicht selbstverständlich, sondern es fordert von uns Anstrengungen, es zu bewahren und zu verteidigen. Das haben in den vergangenen Monaten Anschläge wie auf die Synagoge in Halle und in Hanau oder der Mord an Walter Lübcke deutlich gemacht. Der 20. Juli 1944 ist ein Symbol für das, was menschenverachtende Ideologien anrichten. Unsere gemeinsame Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und unser Engagement für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gehen Hand in Hand.“

Der Regierende Bürgermeister spricht am 20. Juli um 10.00 Uhr ein Grußwort auf der Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag des Aufstands gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in der Gedenkstätte Plötzensee (Hüttigpfad, 13627 Berlin). Die Veranstaltung findet ohne Publikum statt. Ein Livestream ist vorgesehen über die Internetseiten www.gdw-berlin.de/livestream oder www.stiftung-20-juli-1944.de.