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Berlin auf dem Weg zum Kohleausstieg

Pressemitteilung vom 07.07.2020

Aus der Sitzung des Senats am 7. Juli 2020:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den Bericht an das Abgeordnetenhaus zur Beendigung der Kohlenutzung in Berlin beschlossen. In dem Bericht wird bekräftigt, dass der Kohleausstieg des Landes Berlin bis spätestens 2030 und der Kohleausstieg auf Bundesebene für die Erreichung der Klimaschutzziele elementar sind.

Nachdem die Braunkohlenutzung in Berlin bereits 2017 beendet werden konnte, ist im Oktober 2019 – mit der Stilllegung des Steinkohleblocks Reuter C – auch der Steinkohleausstieg eingeleitet worden. Eine Machbarkeitsstudie für die Beendigung der Steinkohlenutzung an den beiden verbleibenden Kraftwerksstandorten Reuter-West und Moabit im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und des Betreibers Vattenfall wurde erarbeitet.

Die Studie zeigt, dass der Steinkohleausstieg in Berlin bis spätestens 2030 technisch und wirtschaftlich machbar ist. Mit einer konsequenten Umsetzung der Studienergebnisse und dem Ersatz der Kohlewärme durch Abwärme und erneuerbare Wärmequellen sowie eine gasbasierte KWK-Hybridlösung könnten zukünftig mehr als zwei Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart werden. Das entspricht mehr als zehn Prozent der aktuellen Berliner Gesamtemissionen.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Vattenfall haben bereits Gespräche aufgenommen, wie die schrittweise Transformation zu einer weitgehend CO2-freien Fernwärmeversorgung Berlins realisiert werden kann.

Senatorin Günther: „Der Kohleausstieg ist ein zentrales Element, um die Energieversorgung klimaneutral zu gestalten. Gerade die Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2050 ist dabei eine hochkomplexe Aufgabe. Die Studie zeigt dabei gute Wege auf, wie die Kohle bis 2030 ersetzt werden kann und möglichst wenig fossiles Gas zum Einsatz kommen muss.“