Planung, Finanzierung, Anmietung und Herrichtung von Räumen als Ateliers, Präsentations- und Produktionsräume

Pressemitteilung vom 23.06.2020

Aus der Sitzung des Senats am 23. Juni 2020:

Der Senat hat heute den vom Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, vorgelegten Jahresbericht 2019 an das Abgeordnetenhaus über Planung, Finanzierung, Anmietung und Herrichtung von Räumen als Ateliers, Präsentations- und Produktionsräume beschlossen.

In einer wachsenden Stadt wie Berlin, in der Flächen immer knapper und die Preise für Grund, Boden und Immobilien stetig teurer werden, gehen wichtige Kulturorte in Objekten privater Eigentümer zunehmend durch Verkauf und Neuvermietung an rentablere Nutzer verloren. Entsprechend den Richtlinien der Regierungspolitik strebt der Senat daher eine deutliche Ausweitung des Arbeitsraumprogramms an, mit dem anspruchsvollen Ziel, bis 2021 mindestens 2.000 Arbeitsräume anbieten zu können. Mit den sechs Ansätzen „Akquise, Herrichtung und Anmietung von Landesliegenschaften“, „Akquise, Herrichtung und Anmietung privater Flächen“, „Struktur- und Projektförderung“, „Neubauinitiative“, „Landesbürgschaft Arbeitsraum“ sowie „Ankauf von Liegenschaften“ begegnet die Senatsverwaltung für Kultur und Europa dem zunehmenden Bedarf an Produktionsflächen für Künstlerinnen und Künstler der Freien Szene in Berlin.

Das Förderprogramm, bei dem Arbeitsräume im Rahmen eines Generalmietermodells angemietet und an Künstlerinnen und Künstler zu einem geförderten Mietpreis vergeben werden, zählte im Haushaltsjahr 2019 insgesamt 1.376 Arbeitsräume mit Belegrechten im Arbeitsraumbestand; dies entspricht einem Gesamtzuwachs von 303 Räumen. Davon umfasste das Arbeitsraumprogramm insgesamt 860 Arbeitsräume (814 Ateliers für Bildende Künstlerinnen und Künstler und 46 Räume für weitere Sparten). Darüber hinaus gab es insgesamt 220 Atelierwohnungen mit Belegrechten.

In der Planung bzw. Umsetzung befinden sich im Rahmen des Arbeitsraumprogramms derzeit rund 260 Arbeitsräume von privaten Eigentümerinnen und Eigentümern; 30 landeseigene Liegenschaften befinden sich in der Projektentwicklung, Planung bzw. Umsetzung für die Einrichtung von Arbeitsräumen im Rahmen des Arbeitsraumprogramms.