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Für eine erfolgreiche Gewerbeflächenpolitik – Gemeinsam mit der WISTA zügig landeseigene Flächenpotenziale aktivieren und entwickeln

Pressemitteilung vom 09.06.2020

Aus der Sitzung des Senats am 9. Juni 2020:

Derzeit bestimmen die gemeinsamen Anstrengungen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie und zur Bewältigung der dadurch ausgelösten Folgen das öffentliche Handeln. Die Wirtschaftspolitik konzentriert sich auf die Abfederung der negativen Auswirkungen auf die Berliner Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in der Region, um die Unternehmen im Land Berlin zu stabilisieren und Arbeitsplatzverluste zu vermeiden.

Zu einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik gehört neben der Krisenbewältigung auch der Blick nach vorne: Zur bestmöglichen Unterstützung der Wirtschaftsentwicklung müssen die richtigen Standortbedingungen geboten werden, um bestehende Gewerbestrukturen zu sichern, Investitionsvorhaben der Berliner Unternehmen zu ermöglichen und Neuansiedlungen zu fördern.

Hierzu hat der Senat auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, heute einen Bericht an das Abgeordnetenhaus zur Gewerbeflächenentwicklung und Gewerbehoferrichtung im Land Berlin beschlossen. Dieser greift wesentliche Handlungsempfehlungen des im April letzten Jahres durch den Senat verabschiedeten Stadtentwicklungsplans (StEP) Wirtschaft 2030 auf. Demnach sollen für eine erfolgreiche Gewerbeflächenpolitik geeignete Entwicklungs- und Managementstrukturen eingerichtet werden, um landeseigene Flächenpotenziale zügig zu aktivieren und zu entwickeln sowie bestehende Gewerbestandorte zu profilieren.

Mit diesen Aufgaben soll künftig die WISTA Management GmbH betraut werden.

Senatorin Pop: „Mit dem Einsatz der WISTA wollen wir eine spürbare und nachhaltige Dynamik bei der Gewerbestandortentwicklung erzielen. Wir wollen Gewerbebetrieben aus Industrie und Handwerk, expandierenden Produktionsunternehmen, aber auch jungen Unternehmen aus technologieorientierten Branchen oder der Kreativwirtschaft einen für sie bezahlbaren und zukunftssicheren Standort im Land Berlin anbieten, damit sie ohne Sorge vor Verdrängung wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen können.“

Die Beteiligungsgesellschaft des Landes Berlin hat ihre hohe Kompetenz in der Stand-ortentwicklung und Wirtschaftsförderung bei der Entwicklung des Zukunftsorts Adlershof unter Beweis gestellt. Sie bringt ihre dort gewonnenen Erfahrungen auch bei der Entwicklung anderer Zukunftsorte des Landes ein und führt im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe die Geschäftsstelle Zukunftsorte.

Eine der ersten großen Aufgaben wird die Übernahme der Standortvermarktung des größten Industriegebiets des Landes Berlin, des Cleantech Business Parks Berlin-Marzahn, mit seinen rund 90 Hektar verfügbarer Fläche sein.

Neben der Entwicklung und Vermarktung eines attraktiven Angebotes an kurzfristig verfügbaren und gut erschlossenen landeseigenen Gewerbegrundstücken soll sich die WISTA künftig beim Neuaufbau einer landeseigenen Gewerbehofinfrastruktur engagieren.

Ziel ist die Schaffung und Bereitstellung von Mieträumen für kleinere Produktions- und Handwerksbetriebe, produktionsorientierte Dienstleistungen sowie Unternehmensneugründungen auf landeseigenen Gewerbeflächen, da diese Zielgruppen aufgrund steigender Mietpreise und verstärkter Flächenkonkurrenz kaum mehr ein für sie wirtschaftlich vertretbares Flächenangebot innerhalb der Stadtgrenzen vorfinden.