Bericht über die Entwicklung des Landespräventionsprogramms „Babylotse Berlin für einen gesunden Start ins Leben“ beschlossen

Pressemitteilung vom 26.05.2020

Aus der Sitzung des Senats am 26. Mai 2020:

Der Berliner Senat hat heute in seiner Sitzung den von der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, vorgelegten Bericht über die Entwicklung des Landespräventionsprogramms „Babylotse Berlin für einen gesunden Start ins Leben“ (01.01.2018 – 31.12.2019) beschlossen.

Mit dem Landespräventionsprogramm wird jede werdende Familie in Berlin bei der Aufnahme bzw. Anmeldung im Krankenhaus nach Unterstützungsbedarfen befragt und im persönlichen Gespräch beraten – sowohl zu Fragen die Schwangerschaft betreffend oder für die erste Zeit mit dem neugeborenen Kind. Die Babylotsinnen und Babylotsen informieren über Anlaufstellen sowie passgenaue Hilfen. Mit dem Programm wurde eine ideale Voraussetzung geschaffen, um das chancengleiche Aufwachsen von Kindern von Anfang an zu fördern. Aktuell sind insgesamt 42 Babylotsinnen und Babylotsen, Assistentinnen und Assistenten sowie 18 ärztliche Koordinatorinnen und Koordinatoren in den Berliner Geburtsstationen tätig.

Bereits 2012 starteten die ersten Babylotsinnen und Babylotsen in der Berliner Charité als Pilotprojekt. Ende 2017 entschied der Berliner Senat auf Anregung der Regierungsfraktionen des Abgeordnetenhauses die flächendeckende Finanzierung und Etablierung des damaligen Pilotprojekts an allen Berliner Geburtsstationen der Berliner Krankenhäuser ab 2018 zu übernehmen, die ihre Mitarbeit in einem „Letter of Intent“ bezeugen.

Dilek Kalayci: „Ich freue mich sehr, dass es Berlin als erstes Bundesland unter der Federführung meiner Verwaltung und im Zusammenwirken mit allen Geburtsstationen der Berliner Krankenhäuser gelungen ist, das Modellprojekt flächendeckend in das Landespräventionsprogramm „Babylotse Berlin für einen gesunden Start ins Leben“ zu überführen. Dies ist sowohl ein zentraler Baustein in der Präventionsarbeit mit den werdenden Familien als auch ein wichtiges Signal der Wertschätzung an die vielen Engagierten!“

Die für das Landespräventionsprogramm zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel des Landes Berlin in Höhen von 750.000€ in 2018 und 1,5 Mio.€ in 2019 wurden vollständig ausgeschöpft.
Zur Einbettung in das Gesamthilfesystem für werdende und junge Familien wird die Arbeit der Babylotsinnen und Babylotsen von einem Gremium begleitet. Dieses setzt sich insbesondere aus Vertreterinnen und Vertreter auf der Ebene des Senates, der Bezirke, der Berliner Krankenhäuser und dem bundesweit organisierten Qualitätsverbund Babylotsen e.V. zusammen.