Land Berlin prüft Entwicklungsmöglichkeiten für den Stadteingang West – Autobahndreieck Funkturm

Pressemitteilung vom 05.05.2020

Aus der Sitzung des Senats am 5. Mai 2020:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, beschlossen, vorbereitende Untersuchungen für das Gebiet des Stadteingangs West am Autobahndreieck Funkturm durchzuführen, um die Voraussetzungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme zu prüfen.

Das Gebiet ist ca. 152 ha groß und erstreckt sich über eine Länge von ca. 3,3 km zwischen dem S-Bahnhof Grunewald im Südwesten und dem Bahnhof Charlottenburg im Nordosten. An der weitesten Stelle zwischen dem S-Bahnhof Halensee im Südosten und dem S-Bahnhof Messe Nord/ICC im Norden ist das Gebiet ca. 1,2 km breit.

Anlass für die Prüfung der Entwicklungsmöglichkeiten ist der notwendige Umbau des Autobahndreiecks Funkturm aufgrund seines hohen und dringenden Sanierungsbedarfs. Der Ersatzneubau eröffnet zudem die Möglichkeit für die Neugestaltung und Nutzungsänderung des derzeitig durch Infrastrukturanlagen geprägten Areals im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Neben der Entwicklung von Neubaupotenzialflächen, der Qualifizierung eines Dienstleistungsstandortes sowie der Messenutzung bilden die verkehrliche und die naturräumliche Entwicklung weitere Schwerpunkte der vorbereitenden Untersuchung. Neben der Neuordnung des städtischen Verkehrs im Einklang mit dem Autobahndreieck Funkturm und den dazugehörigen Bundesautobahnen 100 und 115 ist die Qualifizierung der Aufenthaltsqualitäten des öffentlichen Raumes von großer Bedeutung.

Mit der Einleitung der vorbereitenden Untersuchungen schafft der Senat die Voraussetzungen, um genaue Beurteilungsgrundlagen über die Zweckmäßigkeit einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sowie die sozialen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge zu ermitteln. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wird zudem geprüft, welche Instrumente des Städtebaurechts zur Entwicklung des Areals in Frage kommen.