Senat stimmt Änderung in der Verwaltungsvereinbarung für Sonderfinanzierung für Museum für Naturkunde zu

Pressemitteilung vom 24.03.2020

Aus der Sitzung des Senats am 24. März 2020:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, der Änderung in der Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin zur Umsetzung einer Erweiterung und Sanierung des Museums für Naturkunde (MfN) Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung zugestimmt. Die Vereinbarung regelt die Rahmenbedingungen für eine Sonderfinanzierung für das MfN in Höhe von insgesamt 660 Mio. €, die zu je 50 Prozent von Bund und Land getragen wird. Die Freigabe der darin festgelegten Landesmittel ist bereits durch den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses erfolgt. Der Gesamtregelungsgehalt der Verwaltungsvereinbarung ist lediglich in geringem Umfang geändert.

Mit Hilfe der Sonderfinanzierung wird das Museum für Naturkunde als eines der acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft zu einem noch attraktiveren Kommunikationsort für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiterentwickeln. Gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin wird ein international ausstrahlender Wissenschaftscampus für Natur und Gesellschaft entstehen, der den Innovationsstandort Berlin nachhaltig prägen wird.

Die Mittel werden insbesondere zur Ertüchtigung des historischen Gebäudekomplexes des Museums benötigt, der einen starken Sanierungsbedarf aufweist. Über die vergangenen Jahre wurden einige der baulichen Bedarfe mit sichtbaren Fortschritten schon kontinuierlich verringert. Seit Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 2008 konnten bereits öffentliche Mittel in Höhe von insgesamt 61 Mio. € in das Museum investiert werden, zuletzt zur Sanierung und Nutzbarmachung von weiteren fast 3.000 m² Ausstellungsfläche. Mit dem soeben begonnenen 3. Bauabschnitt, der im Jahr 2026 seinen Abschluss finden soll, wird die Flächenertüchtigung im Gebäudekomplex des Museums fortgesetzt. Im Ergebnis würden mit diesen Maßnahmen allerdings noch immer weniger als 50 Prozent der Bestandsflächen ertüchtigt sein.