Planungen für den Spree-Rad- und Wanderweg kommen voran

Pressemitteilung vom 14.01.2020

Aus der Sitzung des Senats am 14. Januar 2020:

In seiner heutigen Sitzung hat der Senat auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus zum aktuellen Planungsstand des Spree-Rad- und Wanderweges beschlossen.

Der Planungsauftrag für die Routenabschnitte in Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau wurde bereits vergeben, die europaweite Ausschreibung der neuen Spandauer Rad- und Fußwegbrücke über die Spree folgt in den nächsten Wochen.

2018 hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz der landeseigenen infraVelo GmbH die bezirksübergreifende Projektsteuerung für den westlichen Abschnitt des Rad- und Wanderwegs an der Spree mit dem Ziel einer beschleunigten Planung und Umsetzung übertragen.

Seither wurden mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die zu bearbeitenden Abschnitte festgelegt und Planungsinhalte abgestimmt. Weiterführende Gespräche, insbesondere zu grundstücksrechtlichen Fragen wurden begonnen. Aktuell sind insbesondere Übereinkünfte über noch offene Leistungen aus dem Planfeststellungsverfahren Schleuse Charlottenburg mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu schließen.

In Abstimmung mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf begleitet die infraVelo GmbH auch die Planungen zur Radverkehrsinfrastruktur in Charlottenburg-Nord im Rahmen des Stadtumbaus. Hier geht es neben weiteren möglichen Anschlüssen für den Radverkehr um den Ausbau der Siemensbahn mit einer Radwegeverbindung.
Mit dem Bezirk Spandau wurden die Rahmenbedingungen für die betreffenden Abschnitte abgestimmt. Schnittstellen zu anderen Verkehrsprojekten (bezirkliche Radwegeplanung, Radschnellverbindungen) wurden definiert und vorhandene Synergien identifiziert.

Im Zuge der Voruntersuchung zur Radverkehrsplanung, die die infraVelo beauftragt hat, erfolgt in Abstimmung mit allen Beteiligten auch eine vertiefte Prüfung des Verlaufs des Spree-Rad- und Wanderwegs am Böschungsfuß, abseits des stark mit Lkw befahrenen Sophienwerderweges.

Für die Abschnitte wurden mehrere Aufgabenbereiche definiert und in Arbeitspaketen zusammengefasst. Da die Planungsleistungen oberhalb des EU-Schwellenwertes liegen, sind europaweite Ausschreibungen erforderlich.

Das erste Arbeitspaket umfasst sämtliche Planungsleistungen für die Abschnitte mit der Führung am Spreeufer durch Grünzüge und Kleingartenanlagen. Hierfür wurden im Mai 2019 freiraumplanerische Leistungen ausgeschrieben; ein Zuschlag konnte im September 2019 erteilt werden. Ende des ersten Quartals 2020 ist für die landschaftlichen Bereiche mit ersten Planungsergebnissen zu rechnen.

Das zweite Arbeitspaket umfasst die Planungsleistungen für den Spree-Rad- und Wanderweg im Bereich der Straßen sowie für die neue Spandauer Fuß- und Radwegbrücke über die Spreebrücke. Diese Planungsleistungen werden in den nächsten Wochen ausgeschrieben.