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Senat stimmt Integration des „Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik“ in Leibniz-Institut zu

Pressemitteilung vom 24.11.2020

Aus der Sitzung des Senats am 24. November 2020:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, dem Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Land Berlin und dem Land Schleswig-Holstein zugestimmt, durch die das „Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik“ (DZLM) in Berlin als zusätzliche wissenschaftliche Abteilung in das Kieler „Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik“ (IPN) aufgenommen wird. Das DZLM entwickelt, implementiert und erforscht Fortbildungs- und Unterstützungsangebote im Fach Mathematik vor allem für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher. Die Integration des DZLM, das an der Humboldt–Universität zu Berlin angesiedelt ist und bis Ende 2019 von der Deutschen Telekom Stiftung gefördert wurde, soll zum 1. Januar 2021 erfolgen. Der Standort der Abteilung verbleibt weiterhin an der Berliner Humboldt-Universität. Die Verwaltungsvereinbarung wird dem Berliner Abgeordnetenhaus zur Kenntnis vorgelegt.

Die Aufnahme in ein von Bund und Ländern gemeinsam gefördertes Institut der Leibniz-Gemeinschaft würdigt die wissenschaftliche überregionale Bedeutung der Forschungsansätze des DZLM, insbesondere die enge Verknüpfung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Unterrichtspraxis. Im Rahmen der Integration wird künftig in Berlin die Abteilung „Fachbezogener Erkenntnistransfer“ aufgebaut, deren Ziel sowohl der Transfer von wissenschaftlich fundierten Ergebnissen der Schul- und Unterrichtsforschung in die (vor-)schulische Praxis als auch die Evaluierung dieses Transfers ist.

Der Regierende Bürgermeister und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, erklärt: „Ich freue mich, dass das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik in Berlin durch die Integration in ein Leibniz-Institut langfristig gestärkt wird. Dieser Schritt unterstreicht das herausragende Renommee des Instituts, von dessen besonderer Expertise die Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen in unserer Stadt auch künftig profitieren werden.“

Für das Jahr 2020 tragen die Deutsche Telekom Stiftung, das IPN Kiel und die Humboldt-Universität zu Berlin für das DZLM eine Überbrückungsfinanzierung. Ab 2021 übernehmen die Ländergemeinschaft und das BMBF rund 62 Prozent der zusätzlichen Kosten für den sogenannten kleinen strategischen Sondertatbestand zur Erweiterung des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik. Das Land Berlin beteiligt sich an den Kosten im Rahmen der Finanzierung der Leibniz-Gemeinschaft in 2021 nach vorläufigen Berechnungen mit 348.000 Euro und ab 2022 mit jährlich rund 460.000 Euro.