Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Inhaltsspalte

Beteiligungsbericht für 2019 verzeichnet Rekordniveau bei den Investitionen: Steigerung um 70 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro

Pressemitteilung vom 27.10.2020

Aus der Sitzung des Senats am 27. Oktober 2020:

Die Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin waren auch 2019 wichtige Aktivposten. Das Geschäftsjahr wurde erneut mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Investitionen lagen mit 5,5 Mrd. Euro auf einem Rekordniveau. Das geht aus dem Beteiligungsbericht hervor, der auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz heute vom Senat beschlossen wurde.

Dr. Kollatz: „Das Geschäftsjahr 2019 war erfolgreich. Im Ergebnis wurde ein Gesamtüberschuss von 436 Mio. Euro erzielt. Äußerst positiv hat sich die Investitionsleistung aller Unternehmen entwickelt. Diese wurde im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent auf 5,5, Mrd. Euro gesteigert. Im Mittelpunkt stand auch 2019 die Wohnungspolitik. Die Investitionen landeseigener Wohnungsbaugesellschaften lagen bei 3,8 Mrd. Euro. Das sind mehr als zwei Drittel der Gesamtsumme. Davon sind 1,6 Mrd. Euro in den Neubau geflossen. 2,2 Mrd. Euro wurden für den Ankauf bereitgestellt. Diese Zahlen sind ein Beleg für unsere wohnungspolitischen Anstrengungen. Der Wohnungsneubau und -erwerb haben einen hohen Stellenwert.“

Von den 55 Berliner Beteiligungsunternehmen erzielten 42 Landesbeteiligungen ein positives oder ausgeglichenes Ergebnis. Die Berliner Wasserbetriebe AöR wiesen mit 191,5 Mio. Euro den höchsten Gewinn aus, die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH mit 72,9 Mio. Euro den zweithöchsten. 13 Unternehmen wiesen negative Zahlen aus. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang die Berliner Verkehrsbetriebe AöR mit einem Verlust von 58,1 Mio. Euro. Dieser resultiert vor allem aus der Umsetzung des Tarifabschlusses. Die Flughafengesellschaft erwirtschaftete aufgrund der Belastungen am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) einen Verlust von 95,8 Mio. Euro, von dem Berlin 37 Prozent zu tragen hat.

„Die Inbetriebnahme des BER steht unmittelbar bevor. Am 31. Oktober 2020 ist die Baustelle endgültig Geschichte. Hierfür gilt Herrn Lütke-Daldrup und den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Flughafengesellschaft mein Dank. Leider sind die Startbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht optimal. Die Fluggastzahlen sind weggebrochen. Umso mehr kommt es jetzt darauf an, Corona-bedingte operative Verluste zu begrenzen. Hierfür werden wir auch öffentliche Mittel bereitstellen. Ich bin optimistisch, dass das Unternehmen positive Ergebnisse erzielen wird, sobald diese Krise überwunden ist“, so Dr. Kollatz.

Erstmals wurde zum Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ berichtet. Hierdurch wird der Vergleich von Stundenlöhnen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht. Gleichzeitig wird eine Übersicht zum Anteil von Frauen in Führungspositionen gegeben. Die Beteiligung von Frauen an Aufsichtsratsmandaten des Landes erreichte zum Stichtag am 30. Juni 2020 mit 53,2 Prozent erneut einen sehr hohen Stand. Ihr Anteil an den Geschäftsleitungspositionen des Landes Berlin lag mit 38,7 Prozent im sechsten Jahr in Folge auf hohem Niveau.

Der Beteiligungsbericht wird nun dem Abgeordnetenhaus zugeleitet. Dieser wird danach allen Interessierten im Internet zum Download bereitstehen: https://www.berlin.de