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Personalpolitik: Bericht über den Besetzungsstand in der Hauptverwaltung und den Bezirken zum Halbjahr 2020

Pressemitteilung vom 20.10.2020

Aus der Sitzung des Senats am 20. Oktober 2020:

Die Senatsverwaltung für Finanzen berichtet regelmäßig über den Stand der Stellenbesetzung in der Hauptverwaltung und den Bezirken. Der aktuelle Bericht beschäftigt sich mit den Besetzungsständen der für das laufende Jahr im aktuellen Doppelhaushalt veranschlagten Stellen. Der Senat hat den von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz vorgelegten Bericht in der heutigen Sitzung zur Kenntnis genommen.

Zum Stichtag 30. Juni 2020 waren in der Hauptverwaltung 1702 der 2392 neuen Stellen besetzt. Das macht einen Anteil von rund 71 Prozent aus. In den Bezirken wirkten sich die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie deutlicher aus, hier waren 406 der 933 Stellen besetzt worden, also knapp 44 Prozent.

Dr. Kollatz: „Die Corona-Pandemie bedeutet auch einen Stresstest für die Berliner Personalpolitik. Vor allem die Krisenphase im Frühjahr dieses Jahres, in der die Ungewissheit überwog und wir noch nicht allzu viel über die Ansteckungswege und den Verlauf der Krankheit wussten, hatte massive Auswirkungen auf die Dauer von Bewerbungsverfahren. Umso wichtiger ist es, dass jetzt alle zur Verfügung stehenden Instrumente zur Personalgewinnung genutzt werden. Die Senatsfinanzverwaltung hat den Dienststellen in den vergangenen Jahren zahlreiche Instrumente an die Hand gegeben, um die Stellenbesetzungsverfahren zu beschleunigen.“

Mit der Entwicklung von landesweit einheitlichen Musterverfahren und der Bündelung von Zuständigkeiten durch zentrale Bewerbungsbüros wurde langen Verfahrensdauern erfolgreich entgegengewirkt. 2018 und 2019 lag die durchschnittliche Verfahrensdauer bereits bei 3,5 Monaten. Zum Vergleich: 2014 und 2015 lag die durchschnittliche Verfahrensdauer noch bei 5,3 Monaten. 2016 wurde diese auf 4,5 Monate reduziert, 2017 auf knapp vier Monate. Maßgeblich zur Beschleunigung beigetragen hat auch das E-Recruiting-Verfahren Rexx. Eine weitere Optimierung waren neu gefasste Ausführungsvorschriften für Stellenausschreibungen. Diese sehen im unmittelbaren Landesdienst Ausschreibungen über das Berliner Karriereportal vor. Das ermöglicht verkürzte Ausschreibungsfristen von nur 14 Tagen.

„Die Anforderungen sind angesichts der raschen Ausbreitung des Corona-Virus besonders hoch. Das betrifft vor allem die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und die Ordnungsämter bei den verstärkten Kontrollen. Daher kommt es bei der Personalgewinnung auch darauf an, sich für konstruktive, neue Wege zu öffnen. Einer davon ist die Sammelausschreibung“, so Dr. Kollatz.

Nach Rücksprache mit den Dienststellen sind mittlerweile viele Auswahlverfahren abgeschlossen und Stellenbesetzungen vorgesehen. Aufgrund des akuten Mehrbedarfs soll der Personalbestand jedoch kurzfristig um eine mittlere dreistellige Zahl verstärkt werden. Ziel ist es, die rund 200 freien Stellen in den Gesundheitsämtern zu besetzen. Weitere 60 Stellen sind im ersten Nachtragshaushalt vorgesehen. Hinzu kommen rund 100 Corona-Lotsen für niederschwellige Hilfsangebote.