Halbzeit bei den Ehrenamts- und Vereinshilfen: Noch bis 25. Oktober können Zuschüsse beantragt werden

Pressemitteilung vom 12.10.2020

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Gemeinnützige Vereine und Organisationen können noch bis zum 25. Oktober „Ehrenamts- und Vereinshilfen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie“ (Soforthilfe X) beantragen. Ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, ist in der Regel bis zu 20.000 Euro möglich.

Die Notlage der Zivilgesellschaft belegt das “Engagement-Barometer zur Corona-Pandemie”, das u.a. vom Berliner Senat beauftragt und vom ZiviZ im Stifterverband vorgelegt wurde. Zentrale Ergebnisse sind, dass ca. 90% der Organisationen Einnahmerückgänge bei Kursgebühren, Eintrittsgeldern und Verkaufserlösen vermelden. Rund die Hälfte berichtet von Spendenrückgängen. Zwei Drittel verzeichnen teils erhebliche Mehrkosten für den Infektionsschutz. Fast 40% der Befragten geben an, dass die bisherigen Soforthilfen nicht ausreichend waren.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller dazu: „Die gemeinnützigen Vereine und Organisationen, die aufgrund der Corona-Pandemie existenzgefährdet sind, brauchen unsere Hilfe. Für die Ehrenamts- und Vereinshilfen hat der Senat insgesamt 4,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Das Interesse ist groß, zahlreiche Anträge sind bereits eingegangen. Die Mittel sind aber längst noch nicht ausgeschöpft. Daher möchte ich alle notleidenden gemeinnützigen Organisationen noch einmal auf das Hilfsprogramm hinweisen.“

Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin: „Mit den Ehrenamts- und Vereinshilfen sollen diejenigen unterstützt werden, die während der letzten Monate für so viele andere Unterstützung geleistet haben. Noch bis zum 25. Oktober können Anträge über unsere Website gestellt werden.“

Antragsberechtigt sind Vereine und Organisationen mit Sitz in Berlin, die
  • gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen und als steuerbegünstigt anerkannt sind,
  • in denen ehrenamtliches Engagement eine tragende Rolle spielt,
  • die sich zur Berliner Charta zum Bürgerschaftlichen Engagement und zu einer vielfältigen Gesellschaft bekennen und sich gegen Diskriminierung, Gewalt, Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stellen,
  • die glaubhaft machen können, dass Liquiditätsengpässe infolge der Corona-Pandemie zu Existenzbedrohung führen.

Die Ehrenamts- und Vereinshilfen werden auf Antrag in Form von Billigkeitsleistungen zum Ausgleich von Härten gewährt. Auf die Gewährung besteht kein Anspruch. Die Liquiditätsengpässe der antragstellenden Organisation müssen ursächlich und nachweisbar auf den Wegfall von Einnahmen durch die Corona-Pandemie zurückzuführen und existenzgefährdend sein.

Die Ehrenamts- und Vereinshilfen werden als eine einmalige, nicht rückzahlbare Leistung als Zuschuss in Form eines Schadensausgleichs gewährt. Diese Billigkeitsleistungen werden nur für existenzbedrohliche Liquiditätsengpässe gewährt, die zwischen dem 17. März und dem 30. September 2020 entstanden sind. In Abhängigkeit von den Gesamtausgaben und der finanziellen Belastung der antragstellenden Organisation werden Mittel in Höhe von grundsätzlich bis zu 20.000 Euro pro Antrag gewährt. Ausnahmen sind in besonders schwerwiegenden Fällen möglich. Billigkeitsleistungen nach diesem Programm können nur bewilligt werden, wenn die Höhe des verbleibenden Liquiditätsengpasses insgesamt mindestens 1.000 Euro beträgt.

Weitere Informationen zu den Ehrenamts- und Vereinshilfen sind auf dem Engagementportal bürgeraktiv und der Webseite der Investitionsbank Berlin (IBB) zu finden. Dort finden Sie auch detaillierte FAQs, die zahlreiche Fragen rund um die Antragstellung beantworten, sowie das Antragsformular das bis zum 25. Oktober (23:59 Uhr) ausschließlich digital ausgefüllt werden kann.
Weitere Informationen zum “Engagement-Barometer zur Corona-Pandemie” (Zivilgesellschaft in Zahlen, ZiviZ, im Stifterverband) finden Sie auf der ZiviZ-Webseite und auf dem Engagementportal bürgeraktiv.