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Müller zum Tod von Günter de Bruyn

Pressemitteilung vom 09.10.2020

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, würdigt den verstorbenen Schriftsteller Günter de Bruyn:

„Mit Günter de Bruyn ist ein großer Schriftsteller unserer Region und der deutschsprachigen Literatur gestorben, den Feinsinn, Leichtigkeit und behutsame Ironie auszeichneten. Er ist 1926 in Berlin-Britz geboren und in Neukölln aufgewachsen, und er hat über diese Berliner Jugendjahre ein interessantes, schönes Buch geschrieben. Er hat nach der für seine Generation unvermeidlichen Kriegserfahrung als Soldat bis 1961 als Bibliothekswissenschaftler in Berlin gelebt und wurde der große Autor des Märkischen und des Brandenburgischen. Seine Geburtsstadt, die im Zentrum dieser Kulturregion liegt, spielte in de Bruyns Schaffen und in seinem kulturhistorischen Denken trotzdem eine bedeutende Rolle. Er steht mit seinem Werk für die Zusammengehörigkeit des historischen und kulturellen Raumes, den Berlin und Brandenburg gemeinsam bilden. Damit hat er, als Teilung und Gegeneinander in dem Teil unseres Landes, in dem er lebte und schrieb, die Zeichen der Zeit waren, immer mehr zu den Widersetzlichen gehören müssen, die auch politisch Stellung bezogen. Die gemeinsame Kulturnation hatte für ihn ebenso hohen Stellenwert wie Kultur und Geschichte unserer Stadt. Die Literaturstadt Berlin trauert um einen großen deutschen Autor.“