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Müller zum Jahrestag des antisemitischen Anschlags von Halle

Pressemitteilung vom 09.10.2020

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum Jahrestag des antisemitischen Attentats von Halle, bei dem am 9. Oktober 2019 zwei Menschen ums Leben kamen:

Müller: „Die rechtsterroristische Gewalttat von Halle hat unsere Gesellschaft tief erschüttert. Zwei Tote Menschen sind zu beklagen. Nur glücklichen Umständen ist zu verdanken, dass der Täter nicht noch weit Schlimmeres hat anrichten können. Dieser Angriff auf eine Synagoge hat sich eingereiht in eine Vielzahl antisemitischer Gewalttaten in den letzten Jahren. Antisemitismus ist eine schon lange anwachsende Gefahr für unsere Freiheit, unsere Demokratie und für unsere liberale, offene und tolerante Lebensform. Davor darf niemand mehr die Augen verschließen.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Der Rechtsstaat muss sich dagegen mit allen Mitteln zur Wehr setzen und rechtsextremen und rechtsterroristischen Tendenzen entgegentreten. Unser besonderer Schutz muss dabei der jüdischen Community gelten, denn wir sind dankbar, gerade in Berlin, dass in unserem Land wieder Jüdinnen und Juden zu Hause sind. Wir sind verpflichtet, jüdisches Leben, jüdische Einrichtungen und die Synagogen im Herzen unserer Städte zu schützen. Die Freiheit unserer jüdischen Bürgerinnen und Bürger und ihre Möglichkeit, ihr Leben so zu führen, wie es ihrer Identität und ihren Wünschen entspricht, sind Gradmesser der Freiheit von uns allen. Dieser Anschlag galt unser aller Freiheit. Nur gemeinsam können wir sie verteidigen.“