Müller zum Tod von Manfred Stolpe

Pressemitteilung vom 30.12.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum Tod des früheren Konsistorialpräsidenten der Ostregion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Manfred Stolpe:

„Ich bin tief betroffen von der Nachricht von Manfred Stolpes Tod. Er war eine der großen Persönlichkeiten unseres Landes in Zeiten der Teilung und auch später, als der Kirchenmann zum Politiker wurde. Der überzeugte und engagierte Christ und Demokrat hat aus seiner religiösen Überzeugung heraus in der DDR vieles an Humanitärem für die Menschen bewerkstelligt.

Müller weiter: „Der Sozialdemokrat Manfred Stolpe hat als wahrhafter Landesvater sein Brandenburger Land in die neue Zeit des vereinten Deutschlands geführt. Als Ministerpräsident aller Brandenburgerinnen und Brandenburger, als der er sich immer verstanden hat, hat er die Identität dieses nach 1989 neu entstandenen Bundeslandes geprägt. Als dessen erster Ministerpräsident hat Stolpe dennoch maßgeblich am Versuch der Vereinigung der Länder Brandenburg und Berlin mitgewirkt, der 1996 am Ergebnis der Volksabstimmung in seinem Land gescheitert ist. Doch wir verdanken ihm, dass Berliner und Brandenburger daraus den richtigen und zukunftsweisenden Schluss gezogen haben, Gemeinsamkeiten und Zusammenarbeit auch auf Basis zweier getrennter Länder zum Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Region auszubauen. Inzwischen sind die Verbindungen so eng wie zwischen keinen anderen deutschen Bundesländern sonst. Auch das ist ein Teil des politischen Vermächtnisses von Manfred Stolpe, das wir pflegen und weiterentwickeln werden.“

Der Regierende Bürgermeister abschließend: „Unsere Gedanken sind in diesen Tagen vor allem bei Manfred Stolpes Frau Ingrid, bei seiner Familie, seinen Freunden und Weggefährten aus Politik und Kirche sowie bei allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern, die um ihn trauern. Berlin wird diesem Brandenburger Freund unserer Stadt ein ehrendes Andenken bewahren.“