Müller zum 81. Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938

Pressemitteilung vom 06.11.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, spricht am 8. November 2019, um 14.00 Uhr auf der Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum 81. Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 und legt im Anschluss einen Kranz nieder (Wort-Bild-Termin; Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79-80, 10623 Berlin – Für Medien ist eine Anmeldung bei der Jüdischen Gemeinde unter presse@jg-berlin.org erforderlich. Planen Sie bitte zusätzliche Zeit im Hinblick auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ein).

Müller: „Mit Scham muss ich immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass auch in unserer Stadt auf offener Straße antisemitische Attacken stattfinden. Das alles ist acht Jahrzehnte nach der Pogromnacht und vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte von Holocaust und nationalsozialistischer Diktatur unerträglich. Es ist bitter, dass wir den Schutz von jüdischen Gemeinden, von Schulen und Kindergärten sowie von Synagogen verstärken müssen. Denn ein normaler Alltag für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sollte anders aussehen.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Ich bin sicher, dass unsere gemeinsame Demokratie, dass unser gemeinsamer Wille, Freiheit und Rechtsstaat zu verteidigen, und dass aktive Bürgerinnen und Bürger stark genug sind, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Hass erfolgreich zu bekämpfen. Das ist der entscheidende historische Unterschied zwischen den 1930er-Jahren und heute. Dazu gehört darüber hinaus unser klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel. Gruppen, die unter verschiedenen Deckmänteln den Staat Israel zerstören wollen, müssen entlarvt werden und ihnen darf im Rahmen der rechtsstaatlichen Möglichkeiten durch den demokratischen Staat kein Fußbreit zugestanden werden.“