Berliner Beteiligungsunternehmen 2018 mit Rekordinvestitionen

Pressemitteilung vom 29.10.2019

Aus der Sitzung des Senats am 29. Oktober 2019:

Die Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin haben auch das Geschäftsjahr 2018 wieder mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Zudem haben die Investitionen im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Rekordniveau erreicht. Dies ist dem heute von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz vorgelegten und vom Senat beschlossenen neuen Beteiligungsbericht zu entnehmen.

Senator Dr. Kollatz: „Mit einem Gesamtüberschuss von 654 Mio. € verbesserten die Gesellschaften das gute Ergebnis des Vorjahres noch einmal deutlich. Die Investitionsleistung über alle Unternehmen wurde im Jahr 2018 auf mehr als 3,2 Mrd. € gesteigert und liegt damit 30 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2015 beliefen sich die Investitionen auf ein Volumen von 2 Mrd. €.“

Von den 54 Berliner Beteiligungsunternehmen erzielten 44 Landesbeteiligungen im Jahr 2018 ein positives oder ausgeglichenes Ergebnis (Vorjahr: 49) und 10 Unternehmen wiesen negative Zahlen aus (Vorjahr: 7), darunter jedoch keine große Mehrheits¬beteiligung.

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag wie in den Vorjahren im Bereich des Wohnungsbaus und der Verkehrsinfrastruktur. Dazu Finanzsenator Dr. Kollatz: „Der Anteil der städtischen Wohnungsbaugesellschaften an den Investitionen machte mit 1,6 Mrd. € die Hälfte der Gesamtsumme aus. Dies zeigt den hohen Stellenwert von Wohnungsbau und Erwerb von Wohnungsportfolien durch die öffentliche Hand.“

Mehrheitlich Frauen in Aufsichtsräten
Die Beteiligung von Frauen an Aufsichtsratsmandaten des Landes erreichte zum 30. Juni 2019 mit 55,0 Prozent einen neuen Höchststand. Ihr Anteil an den Geschäfts-leitungspositionen des Landes Berlin verblieb mit 41,7 Prozent auf hohem Niveau.

Ein erstmals durchgeführter vertikaler Vergütungsvergleich, also die Ermittlung der Relation der Geschäftsleitungs- zur Mitarbeitervergütung (sog. Manager to Worker Pay Ratio), hat eine Relation von durchschnittlich 6,6 zu 1 für die Vorsitzenden der Geschäftsleitung und von 5,3 zu 1 für die sonstigen Vorstände und Geschäftsführungen ergeben. Damit weisen die Landesunternehmen insgesamt angemessene Vergütungsrelationen auf, sehr weit entfernt von den Manager to Worker Pay Ratios von durchschnittlich 52 zu 1 in Dax-Unternehmen.

Der Beteiligungsbericht wird jetzt dem Abgeordnetenhaus zugeleitet. Er steht nach der Befassung des Parlaments dann im Internet zum Download bereit: https://www.berlin.de/sen/finanzen/vermoegen/downloads/artikel.7206.php