Senat stimmt für Sonderfinanzierung für Museum für Naturkunde

Pressemitteilung vom 22.10.2019

Aus der Sitzung des Senats am 22. Oktober 2019:

Der Berliner Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, dem Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin zur Umsetzung einer Erweiterung und Sanierung des Museums für Naturkunde (MfN) Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung zugestimmt. Die Vereinbarung regelt die Rahmenbedingungen für eine Sonderfinanzierung für das MfN in Höhe von insgesamt 660 Mio. €, die zu je 50 Prozent von Bund und Land getragen wird. Die Freigabe der darin festgelegten Landesmittel erfolgt durch den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, erklärt: „Das Museum für Naturkunde ist ein Ort, an dem Wissenschaft erlebbar wird, und der mit seinen einzigartigen Ausstellungen jährlich rund eine halbe Million Besucherinnen und Besucher begeistert. Seine Forschungsaktivitäten widmen sich wichtigen Themen unserer Zeit, wie Biodiversität, Artenschutz und Klimawandel. Damit das MfN sein großes Potenzial für naturwissenschaftliche Forschung und Wissensvermittlung künftig voll ausschöpfen kann, investieren Bund und Land gemeinsam über eine halbe Milliarde in die Gebäudeinfrastruktur. So entsteht für Berlin und ganz Deutschland im Herzen unserer Stadt ein moderner und vernetzter Wissenschaftscampus zur Erforschung von Natur und Gesellschaft mit internationaler Strahlkraft. Ich danke dem Bund für sein starkes Engagement für eine herausragende Forschungseinrichtung in unserer Stadt.“

Mit Hilfe der Sonderfinanzierung wird das Museum für Naturkunde als eines der acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft zu einem noch attraktiveren Kommunikationsort für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiterentwickeln. Gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin wird ein international ausstrahlender Wissenschaftscampus für Natur und Gesellschaft entstehen, der den Innovationsstandort Berlin nachhaltig prägen wird.

Die Mittel werden insbesondere zur Ertüchtigung des historischen Gebäudekomplexes des Museums benötigt, der einen starken Sanierungsbedarf aufweist. Über die vergangenen Jahre wurden einige der baulichen Bedarfe mit sichtbaren Fortschritten schon kontinuierlich verringert. Seit Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 2008 konnten bereits öffentliche Mittel in Höhe von insgesamt 61 Mio. Euro in das Museum investiert werden, zuletzt zur Sanierung und Nutzbarmachung von weiteren fast 3000 m² Ausstellungsfläche. Mit dem soeben begonnenen 3. Bauabschnitt, der im Jahr 2026 seinen Abschluss finden soll, wird die Flächenertüchtigung im Gebäudekomplex des Museums fortgesetzt. Im Ergebnis würden mit diesen Maßnahmen allerdings noch immer weniger als 50 Prozent der Bestandsflächen ertüchtigt sein.