Müller zum Tod von Sigmund Jähn

Pressemitteilung vom 23.09.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat mit Betroffenheit vom Tod des ersten deutschen Raumfahrers und Ehrenbürgers von Berlin, Sigmund Jähn, erfahren.

Müller: “Sigmund Jähn war ein mutiger Mann, und er war ein Pionier, der ein großes Risiko auf sich genommen hat und der damit der Menschheit neue Dimensionen mit erschlossen hat. Er hat mit großer Begeisterung seine Erfahrungen an jüngere Menschen weitergegeben, und er war ein liebenswürdiger Gast, so oft, wie er immer wieder bei uns im Roten Rathaus gewesen ist. Die Berlinerinnen und Berliner trauern um einen sympathischen und verdienten Ehrenbürger unserer Stadt. Wir werden Sigmund Jähn ehrendes Andenken bewahren.”

Der Regierende weiter: “Sigmund Jähn hat seinen Kommandanten Waleri Fjodorowitsch Bykowski, mit dem er 1978 im Raumschiff Sojus 31 als erster Deutscher in den Weltraum geflogen ist, nur um wenige Monate überlebt. Beide haben sich auf ihrem Flug eine Woche in der Raumstation Saljut 6 aufgehalten, beide sind Freunde geworden und beiden ist gemeinsam die Ehrenbürgerwürde Berlins verliehen worden. Ich erinnere mich gut an den bewegenden Moment, als Sigmund Jähn sich im Roten Rathaus ins Kondolenzbuch für seinen russischen Kameraden eingetragen hat. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen, Freunden und besonders bei der um ein prominentes Mitglied trauernden internationalen Familie der Raumfahrer.”