Festveranstaltung zum fünfzigjährigen Bestehen des Emigrantenprogramms - Müller eröffnet Ausstellung im Roten Rathaus

Pressemitteilung vom 09.09.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, wird am Mittwoch, den 11. September 2019, um 18 Uhr im Festsaal des Roten Rathauses eine Rede auf einer Festveranstaltung aus Anlass des 50jährigen Jubiläums des Emigrantenprogramms halten (Wort-Bild-Termin).

Am 10. Juni 1969 hatte der Berliner Senat unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz beschlossen, „in der nationalsozialistischen Zeit verfolgte und aus der Stadt emigrierte Mitbürger zu Berlin-Besuchen einzuladen“. Im August 1969 traf der erste Gast in Berlin ein. Im Lauf der Jahrzehnte folgten etwa 35.000 – zumeist wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgte – Menschen der Einladung nach Berlin.

Müller: „Es konnte nie mehr sein als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Dennoch ist es für Generationen von vertriebenen und geflüchteten Berlinerinnen und Berlinern eine bewegende Begegnung mit der alten Heimat gewesen. Erinnerungen wurden wach und Freundschaften entstanden. Ich bin Klaus Schütz, der sich in besonderer Weise um die Beziehungen zu Israel und zu den jüdischen Gemeinden verdient gemacht hat, sehr dankbar für diese Idee.“

Nach Ende der Festveranstaltung wird eine unter der Federführung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand unter dem Titel „Charterflug in die Vergangenheit – 50 Jahre Besuchsprogramm des Berliner Senats“ erstellte Sonderausstellung eröffnet. Sie zeigt vom 12. September 2019 bis zum 9. Oktober 2019 täglich von 9 bis 18 Uhr im Roten Rathaus verschiedene Facetten des Programms im Wandel der Zeit, das bis heute fortgeführt wird und seit 2016 um Besuche von ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern erweitert wurde.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Biografien derjenigen, die sich einst trotz aller Vorbehalte und aus allen Erdteilen auf den Weg nach Berlin gemacht haben. Anschließend soll die Ausstellung vom 29. Oktober bis zum 8. Dezember 2019 im Centrum Judaicum gezeigt werden.

Hinweis für Medien: Der Termin ist presseöffentlich. Um Anmeldung bis Dienstag, 10. September 2019, 15.00 Uhr unter presse-information@senatskanzlei.berlin.de wird gebeten.

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