Bericht über die im Nahverkehrsplan vorgesehenen verbesserten Umstiegsbedingungen für Pendlerinnen und Pendler im ÖPNV

Pressemitteilung vom 03.09.2019

Aus der Sitzung des Senats am 3. September 2019:

Auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, hat der Senat in seiner heutigen Sitzung den Bericht an das Abgeordnetenhaus „Umstiegsbedingungen für Pendlerinnen und Pendler auf den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr verbessern“ beschlossen.

Das Thema Pendlerverkehre bzw. Stadt-Umland-Verkehre spielt in übergeordneten Planwerken wie dem Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr und auch dem verkehrsmittelspezifischen Nahverkehrsplan (NVP) 2019-2023 eine große Rolle – und wird dort mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen unterlegt. In der Anlage 3 des NVP, vom Senat am 26. Februar 2019 beschlossen, werden die umfassenden Projekte für die Verbesserung des Stadt-Umland-Verkehrs detailliert beschrieben.

Um darüber hinaus die Verkehrsbeziehungen im Schienenverkehr zwischen Berlin und Brandenburg zu verbessern, haben sich die beiden Länder und die Deutsche Bahn mit dem Großprojekt „i2030“ verpflichtet, die Planungen für notwendige infrastrukturelle Ertüchtigungen und Erweiterungen im S-Bahn- und Regionalverkehrsnetz in der Hauptstadtregion voranzutreiben. So sollen infrastrukturelle Engpässe behoben und Eisenbahnstrecken für den Pendlerverkehr deutlich leistungsfähiger und attraktiver ausgebaut werden. Die dafür notwendigen Abstimmungen mit dem Land Brandenburg, den Landkreisen und den weiteren für den Stadt-Umland-Verkehr relevanten Akteuren werden im Abschlussbericht erläutert.

Attraktiv ist für Pendlerinnen und Pendler auch der verstärkte Ausbau von Fahrradabstellanlagen an Haltepunkten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der den Umstieg vom Rad auf Bahn und Bus so einfach wie möglich gestalten soll. Dies ist ein im Berliner Mobilitätsgesetz verankertes, sehr wichtiges Ziel der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Bis zum Jahr 2025 sollen an ÖPNV-Haltepunkten insgesamt 50.000 Fahrradabstellplätze errichtet werden. In umfangreichen Standort- und Potenzialanalysen wurden bisher bereits rund 70 ÖPNV-Haltepunkte untersucht, darunter etliche, die für Pendlerinnen und Pendler wichtig sind und teils auch eine Netzverbindung zu den geplanten Radschnellverbindungen haben. Vorgesehen sind Erweiterungen bestehender Anlagen, der Neubau von Bügeln und Doppelstockparkern sowie die Errichtung gesicherter Sammelschließanlagen oder Fahrradparkhäuser.

Park+Ride-Anlagen für den Autoverkehr sollten grundsätzlich an den wohnortnächsten Bahnhöfen oder Haltepunkten des öffentlichen (Schienen-)Verkehrs angelegt werden, um so die Entscheidung zu erleichtern, das Auto stehen zu lassen. Für Pendlerinnen und Pendler aus Brandenburg sind die Anlagen daher möglichst in Brandenburg zu errichten. Die Länder und Ministerien tauschen sich regelmäßig aus in dieser Frage, die insbesondere räumliche Entwicklungsmöglichkeiten und -wünsche von Umlandgemeinden betrifft.