Fortschrittsbericht zu Kooperationen von Charité und Vivantes

Pressemitteilung vom 27.08.2019

Aus der Sitzung des Senats am 27. August 2019:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, und der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, den Fortschrittsbericht über die Kooperation zwischen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH beschlossen. In den vergangenen Jahren konnten durch die Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin und Berlins größtem kommunalem Gesundheitsversorger bereits viele Synergieeffekte erzielt werden, die zu Kosteneinsparungen und zu qualitativen Verbesserungen auf beiden Seiten führten. In dem Bericht werden auch die für die Zukunft geplanten Kooperationsprojekte vorgestellt und mit den Bereichen IT und Medizincontrolling zwei neue Themenfelder aufgenommen. Der Fortschrittsbericht wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Beratung vorgelegt.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung: „Kooperationen bringen Berlin voran, das gilt ganz besonders für den Gesundheitssektor. Der vorliegende Bericht zeigt, dass eine enge Abstimmung zwischen Charité und Vivantes viele qualitative Verbesserungen erzielen kann und wirtschaftlich von Vorteil ist. In der Zusammenarbeit beider Einrichtungen steckt großes Potenzial für die medizinische Forschung und Versorgung in Berlin, das hat auch der Bericht der Zukunftskommission ‚Gesundheitsstadt Berlin 2030‘ deutlich gemacht. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.“

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung: „Berlin verfügt schon heute über eine einzigartige Gesundheitsversorgung. Die Kooperation zwischen Vivantes und Charité als den größten Berliner Krankenhausbetreiberinnen bietet der Stadt eine Vielzahl von Möglichkeiten für die gesundheitliche Versorgung der Berlinerinnen und Berliner, aber auch für die Forschung und Digitalisierung. Insbesondere im Bereich der Ausbildung setzt die Kooperation von Vivantes und Charité neue wichtige Akzente. Gemeinsam ist man stärker. Das macht der Fortschrittsbericht deutlich.“

Einen Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet das Aus- und Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe, das unter dem Dach einer gemeinsamen Gesellschaft geführt und an einem neuen gemeinsamen Standort angesiedelt werden soll. Charité und Vivantes verfolgen dabei das Ziel, die Ausbildungskapazitäten in den Gesundheitsfachberufen zu erhöhen und die Ausbildungsqualität zu verbessern. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung. Neu in den Bericht aufgenommen wurden zudem die Kooperationsfelder IT sowie Medizincontrolling. Die bisherige Abstimmung im Bereich des Einkaufs hat sich bewährt und soll weiter ausgebaut werden. Die dadurch erreichten Kosteneinsparungen konnten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert werden und beliefen sich im Zeitraum 2016 bis 2018 auf insgesamt 7 Millionen Euro. Weitere Kooperationsprojekte verfolgen beide Einrichtungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie in den Bereichen Wäscherei, Zentralsterilisation und Hygiene. Zudem wird geplant, ein Charité und Vivantes übergreifendes Biobanking zu etablieren, wodurch eine der größten Biobanken in Europa für die medizinische Forschung entstehen könnte.