Berlin erarbeitet Strategie für integrierte Infrastrukturplanung in der wachsenden Stadt

Pressemitteilung vom 20.08.2019

Aus der Sitzung des Senats am 20. August 2019:

Auf Vorlage von Senatorin Katrin Lompscher hat der Senat die Erarbeitung einer Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung beschlossen. Damit werden zukünftig die vielfältigen Prozesse für die Planung von Einrichtungen für Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Grün in den Bezirken und Stadtteilen besser miteinander verknüpft.

Senatorin Lompscher: „Für unsere dynamisch wachsende Stadt bauen wir nicht nur Wohnungen, sondern wir schaffen auch zusätzliche Infrastrukturangebote wie Schulen, Kitas, Sportstätten und öffentliche Grünflächen. Mit der „Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung“ werden die komplexen, ämterübergreifenden stadtplanerischen Prozesse optimiert und die Nutzung der knappen Flächen für neue Einrichtungen der Daseinsvorsorge besser koordiniert.“

Die gute Ausstattung mit Angeboten der sozialen und grünen Infrastruktur trägt maßgeblich zur Attraktivität des Wohn- und Arbeitsortes Berlin bei. Die Standortplanung dieser Einrichtungen liegt in der Verantwortung der Bezirke. Diese haben in den letzten zwei Jahren fachübergreifende Soziale Infrastruktur-Konzepte (SIKo) erarbeitet, unterstützt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Die regelmäßige Fortschreibung dieser Planungen wird durch die Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung verbessert: gemeinsame Leitlinien und Planungsgrundlagen, verbesserte verwaltungsübergreifende Abstimmungsverfahren sowie der Aufbau eines Flächeninformationssystems unterstützen den weiteren Umsetzungsprozess.

Ein besonderes Augenmerk liegt in der Klärung von Flächenkonkurrenzen und einer bestmöglichen Nutzung der knappen verfügbaren Flächen. Als eine Lösungsmöglichkeit wird dabei eine Mehrfachnutzung verschiedener sozialer Infrastrukturarten angestrebt, so dass öffentliche Gebäude und Freiflächen eine effiziente Ausnutzung erfahren und Synergien zwischen unterschiedlichen Nutzungen entstehen können. Weiterhin gilt es, in den neuen Stadtquartieren und anderen Schwerpunkten des Wohnungsbaus mithilfe der öffentlichen Einrichtungen neue Treffpunkte für die Menschen vor Ort zu schaffen. Dafür sind die benötigten Flächen zu identifizieren und zu sichern.