„Erinnerung wachhalten!“ – Staatssekretärin Chebli lädt Initiativen zu Stolperstein-Konferenz ins Rote Rathaus

Pressemitteilung vom 16.08.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Staatssekretärin des Landes Berlin für Bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, hat die Berliner Stolperstein-Initiativen am Montag, 19. August 2019, um 15.45 Uhr zu einer Konferenz ins Rote Rathaus eingeladen (Wort-Bild-Termin, Großer Saal und Wappensaal: Die Veranstaltung ist von der Eröffnung um 15.45 Uhr bis zum Beginn der Workshops um 16 Uhr presseöffentlich).

Veranstalter der Konferenz, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet, ist in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin und dem Anne Frank Zentrum die Senatskanzlei des Landes Berlin. Nach Eröffnung der Konferenz durch Staatssekretärin Chebli hält die Bloggerin Juna Grossmann vor den geladenen Gästen einen Impulsvortrag zum Thema „In der Erinnerung verharren und das Heute ausblenden? – Jüdisch sein in Deutschland heute“. Anschließend finden Workshops zu ausgewählten Themen statt.

Chebli: „Durch das Engagement der Stolperstein-Initiativen werden wir an die Verbrechen der Shoa erinnert. Mit der Konferenz wollen wir bewusst einen Bezug zu heutigem jüdischem Leben herstellen, auch angesichts der zunehmenden Zahl von Angriffen gegen Juden. Wir müssen die Erinnerung wachhalten. Daher ist das zivilgesellschaftliche Engagement der Stolperstein-Initiativen so wichtig.“

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das an Menschen erinnert, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Die in Gehwege eingelassenen kleinen Messingplatten markieren den letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus. Stolpersteine werden für Juden, Sinti und Roma, Menschen aus dem politisch oder religiös motivierten Widerstand, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Opfer der „Euthanasie“-Morde und für Menschen, die als vermeintlich „Asoziale“ verfolgt wurden, verlegt. Mit 70.000 Stolpersteinen in 24 Ländern handelt es sich um eines der größten dezentralen Denkmäler Europas. Allein in Berlin wurden bereits 8000 Stolpersteine verlegt. Mehr zum Thema finden Sie auf der Internetseite der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin https://www.stolpersteine-berlin.de/de.