Wichtige Planungsschritte für den westlichen Abschnitt des Spree-Rad- und Wanderwegs umgesetzt

Pressemitteilung vom 13.08.2019

Aus der Sitzung des Senats am 13. August 2019:

In seiner heutigen Sitzung hat der Senat auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den aktuellen Bericht zum Rad- und Wanderweg an der Spree beschlossen.

Das landeseigene Unternehmen GB infraVelo GmbH, dem seit Frühjahr 2018 die Aufgabe der bezirksübergreifenden Projektsteuerung von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz übertragen wurde, hat in den vergangenen Monaten wichtige Planungsschritte für den westlichen Abschnitt des Spree-Rad- und Wanderwegs umgesetzt.

Die infraVelo hat nach intensiver Sichtung und Prüfung das Projekt weiter vorangetrieben, die Abstimmungen mit den beteiligten Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau vertieft und Planungsansätze festgelegt. Insbesondere wurden Schnittstellen zu aktuellen Radverkehrsprojekten in den Bezirken und bezirksübergreifenden Aktivitäten definiert.

Am Sophienwerderweg in Spandau ist die Erweiterung des Klärwerks Ruhleben bereits in Planung, dort sind Flächen nur begrenzt verfügbar. An dieser Engstelle wurde eine erste Voruntersuchung zur Führung des Rad- und Wanderwegs durchgeführt. Die untersuchten Varianten wurden allen Beteiligten in einer ersten gemeinsamen Dialogrunde im April 2019 vorgestellt und diskutiert. Hieran waren die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Berliner Wasserbetriebe, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin, das Umwelt- und Naturschutzamt Spandau, Pächter*innen und gewerbliche Anlieger*innen sowie Unternehmen der Leitungsnetzinfrastruktur beteiligt. Als Ergebnis ist die Untersuchung einer weiteren Variante für die Führung des Rad- und Wanderwegs abseits des Sophienwerderwegs am Böschungsfuß vereinbart worden.

Die Machbarkeitsuntersuchung der neuen Spandauer Spreebrücke am Grützmachergraben wurde ebenfalls abgeschlossen. Die bauliche und technische Machbarkeit von zwei Brückenvarianten konnte nachgewiesen werden. Die Planungsleistungen für die Spreebrücke sowie die Planungsleistungen für den Straßenbereich werden voraussichtlich im vierten Quartal 2019 ausgeschrieben.

Die Planungsleistungen für die Abschnitte durch Grünzüge und Kleingartenanlagen werden im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung im September 2019 vergeben.
Darüber hinaus erfolgte mit dem Wasserstraßen-Neubauamt Berlin, das für das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 17 (Umbau der Spree) zuständig ist, eine wichtige Abstimmung: die für die Anlage eines Radweges erforderlichen baulichen Voraussetzungen können im Rahmen des Umbaus der Uferbefestigungen geschaffen werden. Das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin wird die Planungsleistungen in seine Arbeiten integrieren.

Ziel des Vorhabens ist die Vervollständigung des Spree-Rad- und Wanderwegs zwischen Schlossplatz und der Mündung der Spree in die Havel. Es soll ein attraktiver und sicherer Weg für Wanderer*innen, Radreisende auf Fernradwegen, tägliche Berufspendler*innen sowie den Ausflugs- und Tourismusverkehr geschaffen werden.

Der Rad- und Wanderweg entlang der Spree ist in Berlin rund 7,4 Kilometer lang und gliedert sich in einen östlichen und westlichen Abschnitt. Insgesamt führt der Weg auf einer Länge von 410 Kilometern von den Quellen der Spree durch die Bundesländer Sachsen und Brandenburg bis nach Berlin, wo die Spree in die Havel mündet.