4. Bericht zur Schaffung von Wohnraum durch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften

Pressemitteilung vom 06.08.2019

Aus der Sitzung des Senats am 6. August 2019:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, den vierten Bericht zur Schaffung von Wohnraum, inklusive des Planungsstandes, durch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hatte im Dezember 2016 den Senat aufgefordert, jährlich zum 1. Juni zu berichten. Der vorliegende Bericht stellt die Aktivitäten der sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften im Jahr 2018 dar.

Insgesamt befinden sich derzeit 390 Vorhaben mit rd. 49.616 Neubauwohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften (Stand April 2019) in Planung. Die größte Anzahl soll in Lichtenberg mit rd. 10.100 Wohnungen errichtet werden, gefolgt von Marzahn-Hellersdorf mit rd. 7.800 und Treptow-Köpenick mit rd. 7.400 Wohnungen. In 2019 sind der Baubeginn von rd. 5.700 Wohnungen und die Fertigstellung von rd. 5.000 geplant.

Darüber hinaus engagieren sich die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und das Land Berlin bei der Deckung des Bedarfs an Sonderwohnformen. Durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften wurden innerhalb von ca. drei Jahren sechs Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge mit aktuell 1.995 Wohnplätzen und künftig rd. 500 Wohnungen fertiggestellt. Im gleichen Zeitraum errichtete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf zehn zur Verfügung gestellten Grundstücken neun MUF 1.0 mit aktuell 3.764 Wohnplätzen.

Da weiterhin ein erheblicher Platzbedarf besteht, beschloss der Senat am 27. März 2018, 25 weitere Grundstücke für die Errichtung von Modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF 2.0) bereitzustellen. 13 davon sollen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften bauen. Für keines der MUF-2.0-Grundstücke wurde von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften bisher ein Bauantrag eingereicht. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wurde beauftragt, acht MUF 2.0 mit aktuell 2.137 Wohnplätzen zu errichten. Für vier Standorte wurden bereits Bauanträge eingereicht.

Mit dem Senatsbeschluss vom 28. Juli 2015 wurde festgelegt, das Angebot an studentischen Wohnplätzen in Berlin um mindestens 5.000 zu erhöhen. Die städtischen Wohnungsunternehmen und die berlinovo sollen dabei jeweils mindestens 2.500 neue Wohnplätze errichten. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften bauen keine klassischen Studierendenwohnheime, sondern verfolgen einen Ansatz mit flexiblen Wohnkonzepten. Sowohl das gemeinschaftliche Wohnen mit großzügigen Gemeinschaftsflächen als auch spätere Umnutzungen für andere Zielgruppen, z.B. für Senioren, werden architektonisch umgesetzt.

Nach aktuellem Planungsstand (Stand 31. Dezember 2018) werden die städtischen Wohnungsbaugesellschaften insgesamt bis Ende 2022 ca. 2.140 studentische Wohnplätze errichten. Bis Ende 2020 werden voraussichtlich 1.136 studentische Wohnplätze fertiggestellt. Die berlinovo wird insgesamt 2.957 studentische Wohnplätze schaffen, davon bis Ende 2020 rund 1.927 Plätze. Bereits realisiert wurden durch die berlinovo 485 Wohnplätze und durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften 249 Wohnplätze.

Senatorin Lompscher: „Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften nehmen ihren Neubauauftrag sehr ernst und setzen ihn mit Nachdruck um. Aktuell befinden sich in 390 Projekten rund 50.000 Wohnungen in der Planung. Tendenz steigend. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sorgen so dafür, dass der Anteil an leistbarem Wohnraum in der Stadt kontinuierlich steigt. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Berlinerinnen und Berliner mit dringend benötigtem Wohnraum und zur sozialen Stadtentwicklung.“