Saubere, komfortable, barrierefreie WCs: Aufbau der neuen Modultoilettenanlagen für Berlin hat begonnen

Pressemitteilung vom 18.06.2019

Aus der Sitzung des Senats am 18. Juni 2019:

Heute hat der Senat den 1. Halbjahresbericht 2019 an das Abgeordnetenhaus zur Umsetzung des Toilettenkonzepts für Berlin beschlossen, vorgelegt von der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther. Mit dem neuen Konzept, im Sommer 2018 als Ergebnis einer EU-weiten Ausschreibung mit der Wall GmbH abgeschlossen („Toilettenvertrag“), soll ein deutlich höherer Standard in der Grundversorgung des Landes Berlin mit neuen, modernen, barrierefreien Unisex-Modultoilettenanlagen erreicht werden. Im ersten Quartal 2019 wurden die ersten neuen Anlagen errichtet. Am 9. April 2019 wurde die erste von 193 Modultoilettenanlagen in Mitte am Humboldthain offiziell eröffnet.

Dieses Modell ist das Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses in Zusammenarbeit mit den Bezirken, in den auch die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Vertreterinnen und Vertreter von Menschen mit Behinderung und Seniorinnen und Senioren, einbezogen waren. Der ganz überwiegende Teil der im Rahmen einer Prototypbegutachtung eingegangenen Hinweise wurde der Wall GmbH für die Errichtung der Toiletten zur Umsetzung vorgegeben.

Senatorin Günther: „Zu einer lebenswerten Stadt für alle, gerade auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, gehören gute öffentliche Toiletten, die jeweils in der Nähe, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand sind. Dies ist das Ziel des neuen Toilettenkonzepts, das die beste Versorgung schaffen wird, die Berlin je hatte. Den Berlinerinnen und Berlinern sowie den Gästen der Stadt stehen nach und nach immer mehr saubere, komfortable und barrierefreie Toilettenanlagen nach neuesten Standards zur Verfügung.“

Mit der Umsetzung des neuen Toilettenvertrags wird die Versorgungsinfrastruktur in Berlin nachhaltig und bedarfsgerecht verbessert. Insgesamt steigt die Anzahl an Anlagen im Stadtgebiet in einem ersten Schritt von 257 auf 281 (Grundversorgung); hierin sind alle Toilettenarten eingerechnet, vom „Café Achteck“ über die WC-Center bis hin zu den neuen City-Toiletten.

Zugleich sind fast alle der im Eigentum des Landes Berlin stehenden sogenannten Bestandstoilettenanlagen bereits saniert respektive renoviert worden, sodass nicht nur der hygienische, sondern auch der bauliche Zustand dieser Anlagen erheblich verbessert wurde. Die alten City-Toiletten und City-Pissoirs werden bis zum Neuaufbau der neuen Toilettenanlagen von der Wall GmbH weiterbetrieben, womit eine nahtlose Versorgung mit öffentlichen Toilettenanlagen in der Zeit der Umstellung sichergestellt ist.

Ab 2021 soll die Toilettenversorgung stufenweise ausgebaut werden. Zur Erreichung der nach dem Toilettenkonzept vorgesehenen zweiten Versorgungsstufe sollen 85 weitere öffentliche Toilettenanlagen an neuen Standorten realisiert werden, insgesamt werden es dann 366 Anlagen sein – mehr als je zuvor.