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Senat stimmt neuer Verwaltungsvereinbarung für Berliner Institut für Gesundheitsforschung zu

Pressemitteilung vom 30.04.2019

Aus der Sitzung des Senats am 30. April 2019:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, dem Abschluss der neuen Verwaltungsvereinbarung für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) zugestimmt. Die Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin setzt die Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des BIG und seine Integration in die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Im nächsten Schritt bedarf die Verwaltungsvereinbarung der Zustimmung aller Bundesländer im Rahmen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK). Anschließend soll das Abgeordnetenhaus von Berlin informiert werden.

Michael Müller: „Mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung wollen wir Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung zügig ans Krankenbett bringen. In seiner Aufbauphase konnte das Institut bereits viele Erfolge erzielen, aber wegen seiner komplexen Struktur sein Potenzial noch nicht voll entfalten. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Bund eine neue Verwaltungsvereinbarung erarbeitet, die es dem BIG ermöglicht, seinem Auftrag in Zukunft noch besser gerecht zu werden. Die Integration in die Charité und die feste Verankerung am Gesundheitsstandort Berlin bieten dafür die nötige Grundlage und das beste Umfeld. Die strategische Zusammenarbeit mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin sichert die Anbindung der exzellenten außeruniversitären Grundlagenforschung. Darüber hinaus können mit der avisierten Öffnung für Kooperationen bundesweit Synergien genutzt werden. Von der dynamischen Weiterentwicklung des BIG werden die medizinische Forschung sowie Patientinnen und Patienten in ganz Deutschland profitieren.“

Zu den wesentlichen Neuerungen in der Verwaltungsvereinbarung gehört die wissenschaftliche Integration des BIG in die Charité – Universitätsmedizin Berlin als dritte Säule neben Klinikum und Fakultät. Dabei soll die wirtschaftliche Autonomie des BIG gewahrt bleiben und die Finanzierung des BIG weiterhin vom Bund und Land Berlin im Verhältnis 90:10 erfolgen. Für die Leitung des Instituts ist ein Direktorium vorgesehen, mit der Aufsicht wird ein Verwaltungsrat betraut, in dem Bund und Land Berlin sowie externer Sachverstand vertreten sein sollen. Das BIG erhält einen Sitz im Vorstand der Charité, das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Sitz im Charité-Aufsichtsrat. Die Zusammenarbeit mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin wird im Rahmen einer vertraglich vereinbarten privilegierten Partnerschaft fortgeführt. Zur weiteren Stärkung der translationalen Forschung sollen künftig auch deutschlandweit Projekte durch das BIG gefördert werden. Auf den entsprechenden Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung haben sich die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, und der Regierende Bürgermeister Michael Müller Anfang April 2019 verständigt. Die neue strukturelle Lösung für das BIG fußt auf den Möglichkeiten des novellierten Artikels 91b des Grundgesetzes, der damit erstmals konkrete Anwendung findet.