Berlins Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen im Ländervergleich überdurchschnittlich hoch

Pressemitteilung vom 16.04.2019

Aus der Sitzung des Senats am 16. April 2019:

Die Berliner Verwaltung hat die gesetzliche Mindestquote von fünf Prozent bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen deutlich überschritten. 2016 lag die Quote bei 8,04 Prozent und 2017 bei 7,91 Prozent. Mit diesen überdurchschnittlich hohen Beschäftigungsquoten festigt das Land Berlin seinen Spitzenplatz im Ländervergleich. Einen entsprechenden Bericht an das Abgeordnetenhaus hat der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz zur Kenntnis genommen.

Senator Dr. Kollatz: „Der aktuelle Bericht für die Jahre 2016 und 2017 zeigt, dass das Land Berlin als Arbeitgeber vorbildlich agiert. Bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen liegen wir nach wie vor weit über der gesetzlichen Mindestquote. Damit haben wir erneut unter Beweis gestellt, dass wir die rechtlichen und sozialpolitischen Verpflichtungen ernst nehmen und zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung stehen. Mit den veranschlagten Integrationsmitteln erhöhen wir die Chancen zum Berufseinstieg und bieten langfristige Perspektiven.“

Insgesamt waren 2016 10.035 und 2017 10.022 Menschen mit Behinderungen im unmittelbaren und mittelbaren Landesdienst beschäftigt. Davon waren in beiden Jahren rund 65 Prozent weiblich und rund 35 Prozent männlich. Der Verwaltung standen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen für das Jahr 2016 rund 585.750 € und für das Jahr 2017 rund 594.150 € zur Verfügung. Mit diesen Mitteln werden Maßnahmen zur Eingliederung unterstützt. Diese dienen dem Ziel der dauerhaften Beschäftigung. Im Kern geht es darum, die beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten der Betroffenen zu erweitern und deren Berufschancen zu verbessern.

Die Senatsverwaltung für Finanzen informiert das Abgeordnetenhaus alle zwei Jahre über die Erfüllung der Pflicht zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen durch die Hauptverwaltung, die Bezirksverwaltungen und die Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts (Landesgleichberechtigungsgesetz § 11 Abs. 3).